Leonardo Dicaprio hielt bereits im Jahr 2014 eine Rede beim Klimagipfel, in der er den Klimawandel adressierte. Foto: AP

Der Oscarpreisträger Leonardo Dicaprio beschäftigt sich seit vielen Jahren mit dem sich wandelnden Klima. Aber was genau beinhaltet eigentlich sein neuer Dokumentarfilm und wen hat er zu Rate gezogen?

Paris - „Ich möchte nur wissen, wie weit wir schon gegangen sind, und ob es irgendetwas gibt, das wir tun können, um ihn zu stoppen.“ – Das sagt Leonardo Dicaprio im Trailer zu dem Dokumentarfilm „Before the flood“, den er gemeinsam mit Regisseur Fisher Stevens gedreht hat. Die beiden sind mit einer Crew um die Welt gereist, um mehr über den Klimawandel zu lernen. Sie haben sich mit vielen wichtigen Menschen getroffen, Expertenmeinungen eingeholt und sich nach Lösungen für das Problem der globalen Erwärmung umgehört. Die Resultate dieser Dreharbeiten sind in dem Dokumentarfilm zusammengefasst.

Gemeinsam mit der Pariser Bürgermeisterin und der Umweltministerin Frankreichs haben die beiden Oscar-Preisträger Dicaprio und Fisher ihr Werk jetzt gemeinsam mit der amerikanischen National Geographic Society in Paris vorgestellt.

Der Film behandelt zum einen die Frage, welche Auswirkungen der Klimawandel auf die Umwelt hat. Zum anderen wird aber auch die Rolle der Gesellschaft thematisiert und deren Möglichkeiten, vom Aussterben bedrohte Tierarten, Ökosysteme und Gemeinschaften von Urvölkern zu erhalten.

Leonardo Dicaprio ist der Erzähler des Films, er selbst ist in beinahe jeder Szene zu sehen. Er unterhält sich mit einigen der weltweit führenden Wissenschaftler und Politiker und erörtert mit ihnen gemeinsam, was gegen den Klimawandel unternommen werden kann.

Diese Experten wurden befragt:

Einige der wichtigsten Gesprächspartner sind der Generalsekretär der Vereinten Nationen, Ban Ki-moon, der ehemalige US-Präsident Bill Clinton und sein derzeitiger Amtskollege Barack Obama, sowie der aktuelle Außenminister der Vereinigten Staaten, John Kerry. Dicaprio zieht außerdem einen Wirtschaftswissenschaftler der Harvard Universität zu Rate und befragt sogar Papst Franziskus. In Ländern wie Indien und China erfährt er vor Ort von Offiziellen, wie sie mit dem Klimawandel umgehen und welche spezifischen Auswirkungen dieser auf das jeweilige Land hat. https://www.youtube.com/watch?v=D9xFFyUOpXo

Vor der Präsidentschaftswahl

Für Leonardo Dicaprio war es entscheidend, dass die Premiere des Films vor der Präsidentschaftswahl im November stattfindet, wie er sagt. Denn der republikanische Kandidat Donald Trump leugnet die Existenz des Klimawandels, er hält ihn für eine Erfindung. Auf die Aussage Trumps antwortete Leonardo Dicaprio: „Wer nicht an den Klimawandel glaubt, glaubt nicht an Fakten, an die Wissenschaft oder an empirische Wahrheiten und sollte deshalb meiner Meinung nach kein öffentliches Amt bekleiden dürfen.“

Bilder der Premiere und Vorstellung des Films in Paris gibt es in der Bildergalerie.

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