Im Gebiet Hengstäcker vergriffen sich Unbekannte an zwei Bäumen. Foto: privat

Auch im Gebiet Hengstäcker haben Unbekannte gewütet und zwei Bäume am Aussichtspunkt über dem Tunnel mutwillig zerstört. Hinweise nach den Tätern gibt es bisher keine, auch die Hintergründe für die Tat sind unklar.

Möhringen - Einmal in der Woche geht Günther Franz mit seinem Hund im Gebiet Hengstäcker spazieren. Bereits vor einigen Wochen sei ihm aufgefallen, dass am Aussichtspunkt mit den Sitzbänken zwei Bäume zerstört worden waren, erzählt er. Die Berichterstattung in unserer Zeitung über den zerstörten Apfelbaum zwischen der Kirche Sankt Hedwig und dem Kinderhaus habe er zum Anlass genommen, auch auf diesen Fall von Vandalismus hinzuweisen. „Ich habe damals Fotos gemacht und meinen Fund nun auch der Polizei gemeldet“, sagt er. Diese habe von den zerstörten Bäumen noch nichts gewusst.

Die Hintergründe der Tat liegen auch hier im Unklaren. Handelt es sich um Mutproben oder jugendlichen Leichtsinn, wollen die Täter Aggressionen ablassen oder hat derjenige es absichtlich aus einem bestimmten Grund getan? Beim Vandalismusvorfall auf der Streuobstwiese am Rohrer Weg im vorigen Jahr stand im Raum, dass sich jemand aus Ärger an der doch noch verhinderten Bebauung des Areals an den Bäumen vergriffen hatte.

Es drohen Freiheits- oder Geldstrafen

Klar ist: Baumfrevel ist kein Kavaliersdelikt. Eine solche Tat gilt als gemeinschädliche Sachbeschädigung. Sie kann – je nach Schwere – mit einer Freiheitsstrafe oder einer Geldstrafe geahndet werden.

Zuständig für solche Vorfälle ist neben der Polizei auch der städtische Vollzugsdienst. Dieser ist beim Amt für öffentliche Ordnung angesiedelt. Der Vollzugsdienst ist gemeinhin auch als „Feldschutz“ bekannt.

Gerald Petri vom Ordnungsamt kann eine Häufung von Vandalismusvorfällen gegen Bäume aktuell nicht bestätigen. „Es sind uns dieses Jahr hierzu noch keine Auffälligkeiten gemeldet worden“, sagt er. Wenn es aber konkrete Hinweise aus der Bevölkerung gebe, werde man die Mitarbeiter sensibilisieren. Trotz der in den vergangenen Jahren verringerten Personaldecke beim Feldschutz bemühe man sich natürlich, solchen Vorfällen nachzugehen, betont er. Man sei dabei aber auf Mithilfe aus der Bevölkerung angewiesen.

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