Bitterer Abgang: Christian Gentner, der Kapitän des VfB Stuttgart, musste nach 34 Minuten verletzt vom Feld. Foto: Baumann

Zuletzt war Christian Gentner beim VfB Stuttgart nicht mehr erste Wahl gewesen. Beim 0:3 bei Eintracht Frankfurt durfte er für den gesperrten Santiago Ascacibar ran – doch die Freude währte nur kurz.

Frankfurt - Als wäre die am Ende klare Niederlage gegen Eintracht Frankfurt nicht bitter genug, bot sich eine halbe Stunde nach der Partie des VfB Stuttgart in der Commerzbank-Arena ein noch schmerzhafteres Bild. Christian Gentner humpelte aus der Kabine und schleppte sich in Richtung Mannschaftsbus.

„Ich glaube, dass es ein bisschen schlimmer ist“, sagte wenige Minuten später Markus Weinzierl – und der Trainer des VfB Stuttgart gab schon da die Hoffnung auf, dass ihm sein Kapitän im kommenden Heimspiel gegen den 1. FC Nürnberg „schnell wieder zur Verfügung steht“. Vielmehr droht dem 33-Jährigen ein längerer Ausfall.

Nach einem Kopfballduell kommt der Schmerz

Gentner hatte den Schmerz in der rechten Wade bei der Landung nach einem Kopfballduell gespürt. Danach war gleich klar, dass es nicht mehr weiter geht für den Mittelfeldspieler. „Es hat uns richtig wehgetan, dass er raus musste“, sagte Weinzierl, dessen Mannschaft bis dahin ein gutes Spiel gemacht hatte. „Wir waren stabil“, sagte der Coach, der Daniel Didavi für Gentner brachte.

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Für den Spielführer war sein verletzungsbedingtes Aus besonders bitter. Nach zuletzt fünf Spielen, die er zunächst auf der Bank hatte Platz nehmen müssen, bekam er gegen die Eintracht endlich mal wieder eine Chance in der Startelf – als Ersatz für den gesperrten Santiago Ascacibar. Bestätigen wird er seine ordentliche Leistung vermutlich nun nicht können. Eine Kernspinuntersuchung am Montag soll Aufschluss über die Schwere der Verletzung bringen.

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