Luke auf der Akagi: Unterwasserforscher haben das Wrack des japanischen Flugzeugträgers in 5490 Meter Tiefe gefunden. Der knapp 261 Meter lange Schiff wurde am 5. Juni 1942 in der Schlacht von Midway von amerikanischen Kampfflugzeugen getroffen und später von japanischen Zerstörern versenkt. Foto: AP/Vulcan Inc.

Mit unbemannten Unterwasserfahrzeugen suchen Forscher auf dem Meeresgrund nach gesunkenen Schiffen. Bei Hawaii haben sie nun einen Flugzeugträger ausgemacht, gesunken in einer Schlacht während des Zweiten Weltkriegs.

Midwayinseln - Eine Gruppe von Unterseeforschern und Historikern hat auf der Suche nach gesunkenen Kriegsschiffen aus dem Zweiten Weltkrieg nahe der Nordwestlichen Hawaii-Inseln einen japanischen Flugzeugträger ausgemacht.

Der Direktor der Untersee-Operation Rob Kraft und der Historiker Frank Thompson des Naval History and Heritage Commands untersuchten am Sonntag hochfrequente Echolot-Abbildungen des Kriegsschiff und sagten, aufgrund der Dimensionen und des Ortes müsse es sich um den Flugzeugträger Akagi handeln. Dieser war in der historischen Schlacht von Midway gesunken.

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Träger liegt inmitten von Schutt und Schrott in 5490 Meter Tiefe

Die Akagi wurde im Meeresschutzgebiet Papahanaumokuakea entdeckt, in einer Tiefe von 5490 Metern, mehr als 2000 Kilometer nordwestlich von Pearl Harbour.

Die Forscher nutzten ein autonomes Unterwasserfahrzeug, auch AUV genannt, das mit Sonargeräten ausgestattet ist.

„Ich bin davon überzeugt davon was wir hier sehen, die Dimensionen, die wir von diesem Bild ableiten können, sind eindeutig“, sagte Kraft. „Es kann kein anderes (Schiff) als die Akagi sein.“

Das Schiff sitzt auf einem Haufen Schutt, der Boden rund um das Kriegsschiff wurde offensichtlich von dem Aufkommen des Schiffes beeinträchtigt. „Sie sitzt aufrecht auf ihrem Kiel, wir können den Bogen sehen, wir können das Heck klar sehen, Sie können einige der Waffenstellungen da sehen“, sagte Kraft.

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Midway gilt als Wendepunkt im Pazifikkrieg

Die Schlacht von Midway 1942 zwischen den Amerikanern und Japanern etwa 320 Kilometer von den Midwayinseln entfernt gilt als Wendepunkt des Pazifikkrieges während des Zweiten Weltkriegs. Mehr als 2000 Japaner und 300 Amerikaner kamen ums Leben.

Bisher war von den sieben in der See- und Luftschlacht gesunkenen Schiffen – fünf japanischen, zwei amerikanischen – nur eines entdeckt worden, die Kaga.

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Mehr als 30 Schiffe bisher gefunden

Die Midwayinseln, auch als Midway-Atoll bekannt, gehören zu den Nordwestlichen Hawaii-Inseln. Die Expedition wurde von dem mittlerweile gestorbenen Paul Allen, Milliardär und Mitbegründer von Microsoft, gestartet.

Jahrelang hat die Crew der 76 Meter langen Petrel mit der US-Marine zusammengearbeitet, um gesunkene Schiffe zu finden und dokumentieren. Mehr als 30 Schiffe wurden bisher gefunden.

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