Die Zentrale der Südwestbank steht informierten Kreisen zufolge zum Verkauf. Foto: Lichtgut/Max Kovalenko/Lichtgut/Max Kovalenko

Vor drei Jahren war die Südwestbank von der österreichischen Bawag übernommen worden. Der hat nun offenbar weitere Pläne.

Stuttgart - Mehrere Immobilien der Südwestbank stehen nach Informationen unserer Redaktion zum Verkauf. Gut informierte Kreise bestätigten die Nachricht aus einem Branchennewsletter, dass der neue Eigner der 2017 übernommenen Traditionsbank sich von mehreren Gebäuden trennen will – darunter der Firmensitz in der Rotebühlstraße. Die Gebäude sind teilweise selbst genutzt und teilweise vermietet. Das gesamte Portfolio von acht Immobilien wird auf einen Wert von mehr als 200 Millionen Euro geschätzt. Weder die österreichische Bawag-Gruppe noch die Südwestbank selbst wollten dazu eine Stellungnahme abgeben.

Angespannte Lage, hohe Summen

Die Südwestbank war 2017 von der österreichischen Bawag, deren Kürzel für Bank für Arbeit und Wirtschaft steht, übernommen worden. Das Institut soll nun komplett mit der Bawag PSK verschmolzen werden. Die Südwestbank soll sogar ihre Banklizenz abgeben. Nur der Name soll erhalten bleiben. Seit der Übernahme vor drei Jahren hatte das auf Mittelstand und wohlhabende Privatkunden spezialisierte Institut die Zahl seiner Geschäftsstellen stark reduziert. Die Belegschaft schrumpfte um die Hälfte auf 300 Mitarbeiter. Und mit einer Plattform für Ratenkredite nimmt die Südwestbank neue Kundenkreise in den Blick.

Einen bedeutenden Effekt auf den Stuttgarter Immobilienmarkt erwarten Marktbeobachter durch die Verkäufe der Immobilien allerdings nicht. Zu angespannt ist die Lage, zu groß die Summe der Investoren, die ihr Geld nicht loswerden. Fünf der acht zum Verkauf stehenden Südwestbank-Immobilien liegen in Stuttgart, die übrigen drei in Mainz, Darmstadt und München.

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