Der Rockerclub Osmanen Germania wurde verboten. Foto: dpa

Horst Seehofer hat den Rockerclub Osmanen Germania verboten. Für unseren Redakteur Franz Feyder kann das Verbot nur ein erster Schritt sein.

Stuttgart - Bundesinnenminister Horst Seehofer hat die rockerähnliche Gruppe Osmanen Germania Boxclub verboten - endlich! Denn längst haben sich die mit Testesteron aufgepumpten Muskelmänner in vielen Bereichen der Organisierten Kriminlaität breit gemacht: vom Drogen- bis zum Menschenhandel, von Waffendeals bis zur Zuhälterei. Schlimmer aber: Sie sind die Prätorianer-Garde des türkischen Präsidenten Recep Tayyib Erdogan in Deutschland. Sie sollen dessen missliebige Kritiker gleich welcher Nationalität in Deutschland und hier lebende Kurden einschüchtern, misshandeln.

„Ihnen mit Stangen auf den Kopf schlagen“, wie es Erdogans Jugendfreund Metin Külünk ausdrückte. Das ganze soll gefilmt werden, die Streifen an die türkische Regierung übersandt werden. Zur Abschreckung. Passender Weise versorgte die türkische Regierung und Erdogans Partei AKP die Osmanen mit Geld, damit die sich bewaffnen können. Der Osmanen Germania Boxclub ist längst zu einem Mittel türkischer Außenpolitik geworden.

Deshalb ist der Kampf, den vor allem Baden-Württemberg aktuell mit den Mitteln des Rechtsstaat gegen die Führungsspitze der Osmanen vor dem Landgericht Stuttgart führt, nur der erste Schritt. Längst haben sich neue Strukturen der Osmanen im Untergrund gebildet. Ihnen muss jetzt begegnet werden. Und dem gerade neu vereidigten türkischen Präsidenten muss unmissverständlich klar gemacht werden, dass Deutschland keine Spielwiese für seine Testesteron-Männlein ist. Eine drängende Aufgabe für Außenminister Heiko Maas.

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