In den Wintermonaten versorgt der Verein „Helfende Hände“ Stuttgarter Obdachlose mit Kleidung, Essen oder auch Hygieneartikeln. Foto: dpa

Der Verein „Helfende Hände“ kümmert sich um bedürftige Menschen in Stuttgart.

S-Süd - In den kalten Wintermonaten ist das Leben für Obdachlose besonders hart. Passende Kleidung hilft bei Minusgraden darüber zwar nur bedingt hinweg, doch die Mitarbeiter des Vereins „Helfende Hände“ versuchen ihr Möglichstes, um Kleidung und Essen bereitzustellen sowie medizinische Versorgung zu vermitteln. In den Wintermonaten betreuen sie etwa 30 Obdachlose in Stuttgart.

Ursprünglich hatte sich der Vereinsgründer Clemens Youngblood, den alle nur „Herr Clemens“ nennen, privat mit einigen anderen Stuttgarter Bürgern um Obdachlose gekümmert. Diese kleine Gruppe gründete im Jahr 1999 den Verein „Helfende Hände“ um die „Not der Menschen in Stuttgart zu lindern“.

Verein hat Patenschaft für die Heusteigschule übernommen

Um die täglich anfallenden Aufgaben des Vereins wie Fundraising und das Verwalten von Sachspenden kümmern sich Herr Clemens und Annigret Reinhardt. Die beiden arbeiten wie alle Mitglieder ehrenamtlich. Die Spenden verteilen sie an bedürftige Kinder und Familien sowie an Senioren und Obdachlose.

Seit seiner Gründung hat der Förderverein Helfende Hände rund 58 000 Euro an Spenden erhalten. Für das Jahr 2011 waren es knapp 10 000 Euro. Mit den Spenden unterstützt Helfende Hände andere soziale Einrichtungen und gemeinnützige Vereine. So zum Beispiel das Neeffhaus in Stuttgart-Mitte: In dem Wohnheim können allein stehende und wohnungslose Frauen ab 18 Jahren unterkommen. Ein regelmäßiger Austausch besteht zudem mit „Frauen helfen Frauen“, dem Olgäle oder dem Eduard-Pfeiffer-Haus.

Zusätzlich hat der Verein eine Patenschaft für die Heusteigschule übernommen. „Dort sind viele Migrantenkinder, die kaum Deutsch sprechen“, erklärt Annigret Reinhardt die Auswahl der Schule als Projektpartner. Bei der Grund- und Werkrealschule im Stuttgarter Süden herrsche ein großer Bedarf, die Sprachkenntnisse der Schüler außerhalb des Unterrichts zu verbessern, so Reinhardt.

Bei Kleidung sollte vorher gefragt werden

Rentner, andere Schüler sowie Studenten geben nun Nachhilfe an der Grund- und Werkrealschule. „Das sind simple Vorgänge, die wir unterstützen. Den Schülern bringen sie aber viel“, so Annigret Reinhardt. Für das Projekt habe der Verein eine Förderung beim Ministerium für Arbeit und Soziales beantragt und diese auch bewilligt bekommen.

Als die Arbeit des Vereins nach und nach immer größere Ausmaße annahm, machten sich die Mitglieder auf die Suche nach Räumen. „Wir konnten das nicht mehr von zu Hause aus machen“, sagt Annigret Reinhardt. Seit 2010 haben sie einen Platz im Initiativzentrum im Generationenhaus Heslach gefunden. Dort haben sie sogar einen Kellerraum. „Den brauchen wir zum Lagern unserer Sachspenden“, sagt Reinhardt. Ob Kleidung, Bettwäsche, Lebensmittel oder Hygieneartikel, Helfende Hände hat für alles eine Verwendung. „Jeder kann bei uns abgeben, was er hat“, meint sie. Nur bei Kleidung sollte vorher gefragt werden. „Sonst ertrinken wir hier“, sagt Reinhardt.

Helfende Hände:

Anschrift: Gebrüder-Schmid-Weg 13, 70199 Stuttgart
Telefon:
0711/2 16 80 71
Mail:
kontakt@helfendehaendeev.de
Homepage:
helfendehaendeev.de
Vorsitzender:
Clemens Youngblood
Gründungsjahr:
1999
Mitgliederzahl: 13

Treiben Sie Sport? Spielen Sie ein Instrument? Dann erzählen Sie uns von Ihrem Verein! Schicken Sie einfach eine Mail an aktiv@stz.zgs.de.

Hat Ihnen der Artikel gefallen? Jetzt teilen: