Heckler & Koch Rüstungsgegner starten Staffellauf

Von red/dpa/lsw 

Die Aktivisten haben sich die Firmenzentrale von Heckler & Koch als Startpunkt ausgesucht. Foto: dpa
Die Aktivisten haben sich die Firmenzentrale von Heckler & Koch als Startpunkt ausgesucht. Foto: dpa

Rüstungsgegner wollen mit einem Staffellauf ein Signal gegen die Waffenindustrie setzen. Ihr Vorwurf: Deutsche Waffen würden an kriegführende Staaten exportiert.

Stuttgart - Rüstungsgegner sind am Firmensitz des Waffenherstellers Heckler & Koch zu einem Staffellauf für den Frieden gestartet. Etwa 30 bis 40 Menschen seien am Montagmittag in Oberndorf am Neckar joggend in die erste Etappe in Richtung Berlin gestartet, sagte Max Weber von der Aktion „Frieden geht“. In die zweiten Etappe im nahegelegenen Bösingen (Kreis Rottweil) sollen ihm zufolge 70 bis 80 gehende Friedensaktivisten starten. Für die gesamte Strecke von rund 1100 Kilometern bis Berlin haben sich nach Angaben der Veranstalter bereits rund 1000 Menschen angemeldet.

Kirchen, Entwicklungshelfer, Friedensinitiativen

Die Strecke in die Hauptstadt wird Weber zufolge auf verschiedene Arten zurückgelegt: Gehend, joggend, als Halbmarathon, Marathon und auf dem Rad. Mit der Aktion wollen die Teilnehmer gegen Rüstungsexporte demonstrieren. Deutsche Waffen würden an kriegführende Staaten exportiert und mit ihnen in aller Welt schwere Menschenrechtsverletzungen verübt, kritisieren sie. Zu den Veranstaltern zählen Kirchen, Entwicklungsorganisationen und Friedensinitiativen.

An verschiedenen Punkten entlang der Strecke soll es Kundgebungen, Vorträge, Kinoabende und Podiumsdiskussionen geben. Die letzte Etappe bis nach Berlin ist für den 2. Juni geplant.

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