Die Zöllner beschlagnahmten mehr als zwei Kilogramm Pilze. Foto: Hauptzollamt

Ein Schweizer will mit mehr als drei Kilogramm Pilzen in sein Heimatland reisen – in Deutschland darf allerdings nur ein Kilogramm pro Tag und Person gesammelt werden.

Weil am Rhein/Lörrach - Ein Schweizer ist den Kontrollbeamten des Hauptzollamts Lörrach bei der Heimreise nach Basel am 22. August mit mehr als drei Kilogramm essbaren Pilzen ins Netz gegangen. In Deutschland und Baden-Württemberg dürfen allerdings nur ein Kilogramm Wildpilze pro Tag pro Person gesammelt werden. Für den Rest der Ware hatten die Beamten allerdings schnell Verwendung gefunden.

Wie die Polizei meldet, hatte der Mann bei der Ausreise am Zollamt Weil am Rhein-Autobahn auf die Fragen der Zöllner bereitwillig erklärt, mehr als drei Kilogramm Pilze im Schwarzwald gesammelt zu haben. Dass die natur- und artenschutzrechtlichen Bestimmungen für Deutschland und Baden-Württemberg das Sammeln von nur einem Kilogramm Wildpilze pro Tag und Person erlauben, habe er nicht gewusst. Die Zöllner leiteten ein Bußgeldverfahren ein, anschließend durfte der Mann mit einem Kilogramm Pilze die Heimfahrt fortsetzen.

Und was geschah mit den restlichen Pilzen?

„Über die zurückbehaltenen Pfifferlinge und Steinpilze freute sich der Küchenchef eines Lörracher Seniorenheims, der diese auf Anfrage des Hauptzollamts gerne entgegennahm. Am nächsten Tag stand bei ihm sowieso Pilzragout auf der Speisekarte, das allen Teilnehmern am Mittagstisch wohlbekommen sei“, so die Polizei.

Hat Ihnen der Artikel gefallen? Jetzt teilen: