Zwei Züge mussten wegen Corona-Verdachts in Stuttgart stehenbleiben. Foto: Lichtgut/Leif Piechowski (Symbolbild)

Am Sonntag und am Montag stoppt die Bundespolizei je einen ICE, weil der Verdacht bestand, Corona-Infizierte könnten an Bord sein. In beiden Fällen gibt das Gesundheitsamt Entwarnung.

Stuttgart - Passagiere zweier ICE-Züge haben am Sonntag und am Montag in Stuttgart am Hauptbahnhof warten müssen. Sie durften gut eine Stunde lang nicht aussteigen, bevor in den Zügen gemeldete Corona-Verdachtsfälle abgeklärt waren. Mitarbeiter der Bahn hatten sich bei der Bundespolizei gemeldet, die dann den Stopp verfügte. In beiden Fällen bestätigte sich die Befürchtung nicht.

Vier Kongressbesucher berichteten von einem Kontakt

Am Sonntag saßen in einem ICE, der aus München kam, vier Personen, die dem Zugpersonal berichteten, sie hätten an einem Kongress in München teilgenommen. Dort hätten sie Kontakt zu jemanden gehabt, der wiederum Kontakt mit einer Person hatte, die mit dem Coronavirus infiziert sei. Die Bundespolizei erfuhr das vom Zugpersonal und verfügte, dass der Zug in Stuttgart stehenbleiben sollte und die Türen geschlossen blieben, bis der Verdacht mit dem Gesundheitsamt erörtert sein würde. Die Behörde konnte Entwarnung geben: Kontaktpersonen zweiten Grades gelten nicht als gefährdet. Der Zug, der um 20.45 Uhr in Stuttgart angekommen war, durfte um 21.50 Uhr weiterfahren, sagte ein Sprecher der Bundespolizei. An Bord waren 600 Passagiere. Kontaktpersonen von Kontaktpersonen haben gemäß der Einschätzung des Robert-Koch-Instituts ein geringes Ansteckungsrisiko, so ein Sprecher der Stadt.

Am Montagmorgen kam es wieder zu einem Stopp, wieder war es ein aus München eingefahrener Zug, der um 7.40 Uhr ankam. Ein vermutlich angetrunkener Passagier habe gerufen, er habe Corona. Auch hier wurde die Lage mit dem Gesundheitsamt besprochen: Der Mann, der Erkältungssymptome hatte, sei in keinem Risikogebiet gewesen und habe keinen Kontakt zu erkrankten oder infizierten Personen oder Rückkehrern aus einem Risikogebiet gehabt. Daher durfte auch dieser Zug nach der Abklärung weiterfahren. Wie am Vorabend, dauerte dies erneut gut eine Stunde. Gegen 8.50 Uhr rollte der Zug wieder.

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