Im Bauhandwerk ist die Stimmung besonders gut. Foto: dpa

Die Handwerker in Baden-Württemberg sind gut ins neue Jahr gestartet. Dies gilt quer durch alle Bereiche. Die Kunden müssen sich aber auf längere Wartezeiten einstellen.

Stuttgart - Das Handwerk in Baden-Württemberg geht mit einem Bilderbuchstart in das neue Jahr. Die Kunden müssen sich allerdings auf längere Wartezeiten einstellen. Die Zuversicht bei den südwestdeutschen Handwerkern sei weiter gestiegen, heißt es in der jüngsten Konjunkturumfrage des Baden-Württembergischen Handwerkstages. Etwas mehr als 70 Prozent der Unternehmen seien „ausgesprochen optimistisch“ in das neue Jahr gestartet, erklärte Handwerkspräsident Rainer Reichhold am Donnerstag. Vor Jahresfrist hatten dies erst zwei Drittel der Betriebe erklärt. Für das Gesamtjahr rechnet der Handwerkstag mit einer leichten Steigerung des Umsatzes. Dieser wird vor allem durch den Mangel an Fachkräften gebremst.

Die bessere Stimmung sei in allen Bereichen des Handwerks zu spüren, sagte Reichhold. Besonders gut sei die Lage am Bau: Dort rechneten 82 Prozent der Betriebe mit einem guten ersten Quartal 2017, im Ausbaubereich seien dies immerhin noch 77 Prozent der Betriebe. Von den Handwerkern im gewerblichen Bereich zeigten sich drei Viertel optimistisch. Nur 60 Prozent sind dies im Nahrungsmittelhandwerk.

Bei Sanierungen kann es dauern, bis der Handwerker kommt

Nach den Worten des Hauptgeschäftsführers des Handwerkstages, Oskar Vogel, müssen sich die Kunden aber auf längere Wartezeiten einstellen. „Bei Sanierungen kann es durchaus drei Monate dauern, bis der Handwerker kommt“, sagte Vogel. Bei Problemen, etwa mit lecken Leitungen, sei der Klempner aber sofort da. Größere Preissteigerungen für die Kunden seien bisher nicht zu erkennen. Auch wegen der guten Konjunktur sucht das Handwerk im Lande nach den Angaben von Vogel 40 000 Fachkräfte und 10 000 Auszubildende.

Die Kapazitätsgrenzen sind erreicht

Die Auslastung der Unternehmen ist inzwischen weiter gestiegen. Etwa 14 Prozent der Betriebe waren zu mehr als 100 Prozent ausgelastet. Nach den Worten von Vogel konnten sie deshalb auch oftmals auch keine weiteren Aufträge mehr annehmen.

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