Die EU-Kommission in Brüssel macht ihren Vorschlag an Griechenland öffentlich. Foto: dpa

Kurz bevor das Hilfsprogramm für Griechenland ausläuft, hat die EU-Kommission ihren jüngsten Vorschlag an Griechenland öffentlich gemacht.

Brüssel - Die EU-Kommission hat den zuletzt verhandelten Vorschlag der Geldgeber an Griechenland veröffentlicht. Damit solle Transparenz geschaffen und das griechische Volk informiert werden, teilte die EU-Behörde am Sonntag in Brüssel mit. In dem Papier für ein Reform- und Sparpaket seien auch die Vorschläge der Griechen berücksichtigt worden. „Weder diese letzte Version des Textdokuments noch ein Entwurf einer gemeinsamen Vereinbarung konnten formal fertiggestellt werden und der Eurogruppe vorgelegt werden“, schreibt die EU-Kommission. Grund dafür sei die einseitige Entscheidung der Griechen gewesen, am Freitagabend die Gespräche darüber abzubrechen.

Das veröffentlichte Dokument enthält die Reform-Maßnahmen, die weitgehend bekannt sind. Demnach sollte Griechenland in diesem Jahr im Haushalt einen Primärüberschuss - also ohne Tilgungszahlungen - von einem Prozent der Wirtschaftsleistung erzielen, im kommenden Jahr zwei Prozent. Zudem sind umfangreiche Steuererhöhungen vorgesehen etwa der Mehrwertsteuer, Rentenreformen, Reformen der öffentlichen Verwaltung sowie Verbesserungen beim Eintreiben von Steuerzahlungen.

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