Dank des neuen Daches auf dem Court No. 1 gibt es zukünftig keine Regenunterbrechungen mehr auf dem wichtigsten Nebenplatz in Wimbledon. Foto: AP

Das Wimbledon-Turnier markiert für viele Tennisfans und Tennisprofis das Highlight der Saison. Wir haben Ihnen die wichtigsten Daten und Fakten zusammengetragen.

London - Das Wimbledon-Turnier vom 1. bis 14. Juli markiert für viele Tennisfans und Tennisprofis das Highlight der Tennissaison. Wir haben Ihnen die wichtigsten Daten und Fakten zusammengetragen.

Gibt es Live-Bilder aus Wimbledon?

Anders als die restlichen drei Grand-Slam-Turniere gibt es aus Wimbledon keine Live-Bilder im Free-TV: Bezahlsender Sky hält die exklusiven Übertragungsrechte für das Tennisturnier an der Church Road. Kameras auf fast allen Plätzen garantieren, dass alle Top-Matches und die meisten Matches mit deutscher Beteiligung bei Sky zu sehen sein werden. Auch online (via skygo) kann man das Turnier sehen. Der ehemalige Daviscup-Teamchef Patrik Kühnen fungiert als Sky-Experte.

Titelverteidiger

Als Titelverteidiger bei den Männern geht Novak Djokovic ins Rennen. Bei den Frauen triumphiert im Vorjahr Angelique Kerber, die als erste Deutsche seit Steffi Graf 1996 im Einzel in London gewinnen konnte.

Preisgeld

Wie die übrigen drei Grand-Slam-Turnier schüttet Wimbledon das gleiche Preisgeld an Männer und Frauen aus. 2,64 Millionen Euro erhalten die Turniersiegerin und der Turniersieger. Insgesamt liegt das Preisgeld bei 42,4 Millionen Euro.

Rekordsieger

Roger Federer ist der Rasen-König bei den Männern. Schon achtmal durfte der Maestro aus der Schweiz mit dem Siegerpokal jubeln. Sollte Federer das Halbfinale erreichen, wäre er der erste Spieler der Tennisgeschichte, der bei einem Grand-Slam-Turnier 100 Mal als Sieger vom Platz ging.

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Bei den Frauen führt Martina Navratilova mit neun Wimbledon-Titeln die Rekordliste an. Steffi Graf und Serena Williams teilen sich den zweiten Platz mit je sieben Titeln.

Änderungen

Das Match zwischen John Isner und Nicolas Mahut (6:4, 3:6, 6:7, 7:6, 70:68) aus dem Jahr 2010 wird für immer das längste Match der Wimbledon-Geschichte bleiben. Der Grund: Ab diesem Jahr kommt es beim Stand von 12:12 im fünften Satz zum entscheidenden Tiebreak. Damit haben zukünftig alle vier Grand-Slam-Turniere unterschiedliche Regelungen. Bei den US Open gibt es den Tiebreak bei 6:6, in Aus­tralien wird ein Tiebreak bis zehn Punkten gespielt (normal bis sieben). Einzig die French Open verzichten weiterhin auf eine frühzeitige Entscheidung.

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Der Platz

Nach drei Jahren Bauzeit hat neben dem Centre-Court auch der wichtigste Nebenplatz (Court No. 1) ein Dach, um Regenunterbrechungen bei den Top-Matches künftig zu vermeiden. 79 Millionen Euro ließen sich die Macher in Wimbledon das Prestigeprojekt kosten.

Um den heilige Rasen in Wimbledon konstant auf 8 Millimeter Länge zu halten, stehen dem berühmtesten Greenkeeper der Welt, Neil Stubley, 19 Rasenmäher und sieben Walzen in London zur Verfügung.

Favoriten

Die Favoritenliste bei den Männern beschränkt sich auf die üblichen Verdächtigen: Novak Djokovic, Roger Federer, Rafael Nadal. Ob einer der neuen jungen Stars um den deutschen Daviscup-Spieler Alexander Zverev oder den Griechen Stefanos Tsitsipas den alten Hasen gefährlich werden kann?

Bei den Frauen ruhen die deutschen Hoffnungen auf Titelverteidigerin Angelique Kerber. Bei den vergangenen zehn Grand-Slam-Turnieren gab es insgesamt neun verschiedene Siegerinnen. Einzig Naomi Osaka, die 21-jährige Tennissensation aus Japan, konnte zwei der Majors gewinnen.

Die deutschen Profis

Insgesamt haben sich 14 deutsche Tennisprofis, sieben Damen und sieben Herren, für das Hauptfeld qualifiziert. Angeführt von Alexander Zverev sind sieben deutsche Tennisprofis in Wimbledon bereits am Eröffnungstag gefordert. Der 22-Jährige tritt am Montag im zweiten Spiel nach 13 Uhr Ortszeit (2. Spiel nach 14 Uhr MESZ/Sky) auf den Tschechen Jiri Vesely. Philipp Kohlschreiber bestreitet gegen den serbischen Titelverteidiger Novak Djokovic das Eröffnungsspiel auf dem Centre Court. Jan-Lennard Struff will die Karriere von Marcos Baghdatis beenden. Der 34-jährige Zypriot hatte sein Karriereende angekündigt. Weitere Begegnungen der deutschen Männer: Cedrik-Marcel Stebe – Reilly Opelka (USA); Mischa Zverev – Steve Darcis (BEL); Peter Gojowczyk – Roberto Bautista Agut (ESP/23); Dominik Koepfer – Filip Krajinovic (SRB).

Bei den Frauen kommt es in der ersten Runde am Dienstag zum deutschen Duell von Titelverteidigerin Angelique Kerber und Tatjana Maria. Julia Görges trifft auf die rumänische Qualifikantin Elena-Gabriela Ruse. Weitere Begegnungen der deutschen Frauen: Laura Siegemund – Katie Swan (GBR); Andrea Petkovic – Monica Niculescu (ROU); Anna-Lena Friedsam – Margarita Gasparyan (RUS); Mona Barthel – Marie Bouzkova (CZE).

Dresscode

90 Prozent der Kleidung müssen weiß sein. Mit der Londoner Kleider-Polizei machte auch Roger Federer schon Bekanntschaft. 2013 trug er bei seinem Erstrundenerfolg gegen Victor Hanescu bunte Sohlen, die ihm für das nächste Spiel verboten wurden. Ohne die für ihn angefertigten Schuhe unterlag der „Maestro“ in der zweiten Runde gegen den Ukrainer Sergiy Stakhovsky. Auch Dustin Brown war den Veranstaltern zu bunt. Seine mehrfarbigen Schnürsenkel musste er durch weiße ersetzen.

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