Die Hinweisschilder stehen noch, das Restaurant hat aber seit Ende März geschlossen. Foto: Caroline Holowiecki

Das ehemalige Bella Vista im Asemwald steht seit Monaten leer. Der Pächter hat nach 14 Jahren aufgehört. Nun wurde ein Nachfolger gefunden. Wann geht es weiter?

Die prägnanten weinroten Hinweisschilder vor dem Gebäude stehen da wie eh und je, doch drinnen sind die Türen abgesperrt. Bella Vista, das Restaurant im 20. Stock der Wohnstadt Asemwald, ist geschlossen, und das schon seit einer ganzen Weile. „Der Pächter hat das Lokal zum 31. März verlassen“, erklärt Stefan Geiger, der Geschäftsführer der Asemwald-Verwaltung Klauß & Partner. Der Wirt habe nach 14 Jahren auf eigenen Wunsch aufgehört.

 

Zuvor war es im Bella Vista unruhig gewesen. Ein falsches Gerücht, das Lokal schließe, hatte dem Gastronomen kurz vor dem Jahreswechsel das Leben schwer gemacht. Das Gerücht hatte sich derart hartnäckig gehalten, dass sich die Verwaltung genötigt gefühlt hatte, öffentlich mit Aushängen aufzuklären. „Sehr geehrte Bewohner, wir möchten Sie – entgegen der aufgetretenen und verbreiteten Gerüchte, dass das Restaurant Bella Vista zum 31.12.2022 schließen wird – darüber informieren, dass diese Aussagen nicht der Wahrheit entsprechen“, war zu lesen gewesen. Drei Monate später folgte dann allerdings doch das Aus.

„Bewährte Bestseller“ der deutschen und internationalen Küche

Nun steht jedoch fest: Das Lokal, durch dessen Panoramafenster man über die Filderebene bis zur Schwäbischen Alb und auf den Flughafen blickt, hat eine Zukunft. Am Montag kann Stefan Geiger verkünden, dass ein neuer Pächter gefunden ist, und auch der künftige Name der Gastwirtschaft steht fest: Sky-Restaurant Milady’s. Der neue Wirt, ein Mann iranischer Herkunft, werde „bewährte Bestseller“ der deutschen und internationalen Küche anbieten, außerdem auch einen Lieferservice und Catering. Zunächst aber sollen die Räume renoviert werden. Die Eröffnung sei für den 1. November geplant.

Stefan Geiger ist froh, dass bald wieder kulinarisches Leben im Asemwald einkehrt. Für die Menschen im Stadtteil sei das Lokal auch eine Begegnungsstätte. „Einen Pächter zu finden für eine Gastronomie, ist zurzeit schwer“, sagt er, der neue Wirt habe jedoch mit seiner Präsentation auch den Verwaltungsbeirat überzeugt.