Goran Melher (Mi.) ist nicht mehr Trainer des Stuttgarter Futsal-Clubs. Foto: Baumann/Hansjürgen Britsch

Der Stuttgarter Futsal Club will erster deutscher Meister in der neu gegründeten Futsal-Bundesliga werden – und die Chancen stehen gar nicht schlecht. Dennoch kommt es vor dem Start der Play-off-Spiele überraschend zu einem Trainerwechsel.

Sie haben die Hauptrunde auf Platz eins abgeschlossen und gehen als Favorit in die Play-off-Spiele um die deutsche Meisterschaft in der Futsal-Bundesliga. Dennoch hat es beim Stuttgarter Futsal Club (SFC) einen Trainerwechsel gegeben. Mit sofortiger Wirkung gehen der Club und Coach Goran Melher getrennte Wege. Als Grund nennt der Verein „unterschiedlichen Auffassungen bezüglich der Neuausrichtung des Vereins für die kommende Saison und der langfristigen Zukunftsplanung“.

 

Lesen Sie aus unserem Plus-Angebot: Das lässt sich im Futsal verdienen

Mit Melher hatte der erst 2020 gegründete Verein auf Anhieb die württembergische Meisterschaft gewonnen und 2021 den Aufstieg in die Bundesliga gefeiert. Offenbar wollte der Coach auch in der Zukunft auf fertige, ausländische Stars setzen, der Verein aber auch verstärkt deutsche Spieler in den Kader einbauen. Nachdem klar war, dass es für die neue Saison keine Zusammenarbeit geben wird, wollte der Coach sofort aufhören. „Unser Ziel ist es, künftig mehr auf die Jugend zu setzen und mittelfristig auch zumindest zwei, drei deutsche Nationalspieler zu stellen“, stellt Präsident Miro Augustinovic klar.

Lesen Sie aus unserem Plus-Angebot: Warum Stuttgart die Futsal-Hochburg ist

Zunächst aber gilt es, in der aktuellen Spielpause die Nachfolge vom Melher zu klären. Vieles spricht derzeit für eine interne Lösung mit eigenen, erfahrenen Spielern. Am 16. April beginnt das Play-off-Viertelfinale mit dem Hinspiel beim 1. FC Penzberg Futsal. Eine Woche später steigt das Rückspiel, als Kriterium fürs Weiterkommen gilt die Europapokalregel wie im Fußball. Danach folgen im Erfolgsfall zwei Halbfinalspiele (7. und 14. Mai) und das Finale (28. oder 29. Mai). „Wir wollen noch fünf Spiele bestreiten und dürfen jetzt keine Fehler machen“, betont Augustinovic.

Lesen Sie aus unserem Plus-Angebot: Miodrag Aksentijevic – mit dem Startorwart Geschichte schreiben

Auch Lokalrivale TSV Weilimdorf hat sich als Hauptrunden-Dritter fürs Viertelfinale qualifiziert. Es geht zunächst am 16. April nach Hamburg zu den Wakka Eagles. „Das wird ein Erlebnis, wir werden von 50 Fans begleitet“, freut sich TSV-Spielleiter Michael Bachmann auf große Unterstützung. Frühestens im Finale könnte der amtierende deutsche Meister Weilimdorf auf den Stuttgarter Futsal Club treffen.