Nachwievor suchen Tausende Flüchtlinge den Weg über das Mittelmeer. Foto: dpa

In einer konzertierten Aktion haben die italienische Küstenwache und Marine mit weiteren Organisationen mehrere Tausend Flüchtlinge im Mittelmeer gerettet.

Rom - Bei einem internationalen Rettungseinsatz sind an einem einzigen Tag im Mittelmeer vor der libyschen Küste 6055 Flüchtlinge gerettet worden. Beteiligt waren am Montag Schiffe der italienischen Küstenwache und Marine sowie der EU-Grenzagentur Frontex und einiger Hilfsorganisationen. Insgesamt wurden rund 50 Kilometer nördlich von Tripolis 39 Rettungsaktionen im Meer ausgeführt, teilte die italienische Küstenwache mit. Dabei seien auch neun Leichen geborgen worden.

Die Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen berichtete, unter den Opfern sei eine 23-jährige schwangere Frau gewesen. Die Schleuser hatten nach Tagen rauer See am Montag das bessere Wetter genutzt, um mit Flüchtlingen überfüllte Boote über das Meer zu schicken, wie es hieß. Die Flüchtlinge waren vor allem in Schlauchbooten zusammen gepfercht, aber auch auf zwei Flößen.

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