Schirme und Regenmäntel brauchte es auch beim Schäferlauf in Markgröningen. Foto: Werner Kuhnle

Der Regen hat die Bilanz mehrerer Großveranstaltungen in der Region verhagelt. Die „Flammmenden Sternen“ in Ostfildern, ein Oldtimertreffen in Böblingen und der Markgröninger Schäferlauf waren nicht so gut besucht wie in Vorjahren.

Wetter und Großveranstaltungen im Freien – das muss zusammen passen. Der Regen der vergangenen Tage jedenfalls hat die Bilanzen vom Feuerwerksfestival „Flammende Sterne“ in Ostfildern (Kreis Esslingen) verhagelt. Mit 27 000 Besuchern an drei Tagen liegt die Veranstaltung deutlich unter den Vorjahreszahlen. Damals verzeichnete das Festival 10 000 Besucher mehr. Auch die Besuchszahlen anderer Veranstaltungen wie der Markgröninger Schäferlauf oder ein Oldtimertreffen in Böblingen blieben hinter den Vorjahren zurück.

 

„Wirtschaftlich ist das Festival wegen des schlechten Wetters ein Einbruch, aber das lässt sich verschmerzen“, sagt Jürgen Wünsche, der Geschäftsführer der Firma MCE Ideenschmiede, die die „Flammenden Sterne“ zum 19. Mal ausrichtete. Die Gesamtkosten für das Feuerwerksfestival im Scharnhauser Park beziffert Wünsche auf 800 000 Euro. Was nach der Endabrechnung übrig bleibt, kann Wünsche noch nicht sagen. Ihm gehe es nicht alleine um den Profit, sagt der Unternehmer. Großen Ärger gab es diesmal wegen der Parkplätze auf den landwirtschaftlichen Flächen, die verschlammt waren. Viele Besucher standen mit den Autos stundenlang Schlange.

Viele Oldtimer bleiben in der Garage

Auch beim Oldtimer-Treffen auf dem Böblinger Flugfeld war deutlich weniger los als sonst. Am frühen Nachmittag standen rund 200 alte Karossen an der Motorworld – bei besseren Bedingungen in früheren Jahren waren das gut und gerne dreimal so viele. Offenbar hatten sich viele Besitzer dagegen entschieden, angesichts ungewisser Vorhersagen ihre vierrädrigen Schätze aus der Garage zu holen. Auch die wirklich alten Oldies blieben Mangelware. Die meisten Autos stammten aus den 1960er bis 1980er Jahren.

Dem Schäferlauf in Markgröningen (Kreis Ludwigsburg) erging es nicht besser. Am Samstag beim namensgebenden Lauf, schüttete es wie aus Kübeln – und auch der Rest des Wochenendes war grau und größtenteils nass. Das Traditionsfest, dessen Wurzeln bis ins Mittelalter reichen, gehört zu den größten im Südwesten, der Veranstalter wirbt damit, dass jedes Jahr im August an vier Festtagen um die 100 000 Besucher in das 12 350 Einwohner zählende Städtchen kommen. Ob es in diesem Jahr aufgrund des Wetters weniger waren? Jessica Ölschlager, die für die Organisation mitverantwortlich ist, wollte sich da noch nicht festlegen, denn der Schäferlauf endet erst am Montagabend mit einem großen Feuerwerk. „Wir können es ehrlich gesagt noch nicht abschätzen“, so Ölschlager, „die Besucher verteilen sich immer relativ gut in der Stadt.“ Abgesehen vom Wetter sei man aber zufrieden mit der Veranstaltung.