Eva und Olivia zeigen Oberbürgermeister Christoph Traub die Blumen- und Gemüsebeete. Foto: Jacqueline Fritsch

Das Eduard-Spranger-Gymnasium in Filderstadt hat sich zum ersten Mal am Tag des Schulgartens beteiligt. Eltern und Lehrer schauten vorbei. Auch der Oberbürgermeister war neugierig und erfuhr Neues.

Filderstadt - Die Kräuterspirale war eine der ersten Attraktionen des Schulgartens am Eduard-Spranger-Gymnasium (ESG). Seit 2006 steht sie dort. Nach und nach kamen ein Teich, Blumenbeete und ein Igelhäuschen hinzu. Am Dienstag durften die Schüler zeigen, wie gut sie sich um ihren Schulgarten kümmern.

Olivia und Eva sind gut vorbereitet: Die beiden Elfjährigen haben sich kleine Merkzettel geschrieben, damit sie die Besucher kompetent durch den Garten führen können. Schnell finden sie einen ersten Interessenten: Oberbürgermeister Christoph Traub. Die Schülerinnen zeigen ihm das Blumenbeet am Eingang des Gartens, das gemischte Beet mit Johannisbeeren, Rhabarber und Chilis und den Teich, auf dem unzählige Seerosen schwimmen. Die Kräuterspirale darf natürlich auch nicht fehlen. „Wenn Sie nachher unseren Kräuterquark probieren, wissen Sie, woraus er gemacht ist“, sagt Eva.

Marmelade aus eigenen Früchten

Am Tag des Schulgartens öffnen bundesweit viele Schulen ihre Gartentörchen, um zu zeigen, an was sie das Jahr über arbeiten. Zum ersten Mal beteiligte sich das ESG daran. „Wir machen hier so viel, dass wir das auch mal einer größeren Öffentlichkeit zeigen wollen“, sagt Beate Machanek, Lehrerin an dem Gymnasium. Die Arbeit im Garten ist für die Schüler nicht im normalen Unterricht verankert, sondern wird als Arbeitsgemeinschaft angeboten. „Wenn es regnet, bleiben wir drin und bereiten uns auf Feste vor oder basteln etwas“, sagt Olivia.

„Wir haben den Garten gemacht, weil wir die Kinder über den Unterricht hinaus beschäftigen wollten, solange wir noch keine Ganztagsschule sind“, sagt Machanek. Die Zeit an der frischen Luft wirke sich positiv auf die Schüler aus. „Die Kinder entwickeln sich hier ganz toll“, sagt die Lehrerin. Aus den angepflanzten Obst- und Gemüsesorten stellen Lehrer und Schüler eigene Produkte wie Marmelade oder Essig her. Diese verkaufen sie beim Herbstfest „Tolle Knolle“. So kann sich der Garten größtenteils selbst finanzieren.

Ein Pool für die nötige Abkühlung

Für den Tag des Schulgartens organisierte Machanek mit ihrer Kollegin Sandra Treiber einen kleinen Pool. „Die Schüler hatten ganz viel Spaß beim Füllen“, sagt Machanek. Während des Nachmittagsunterrichts darf eine Klasse einen Abstecher im Garten machen. Zur Abkühlung steckt ein Junge sofort seinen ganzen Kopf in den Pool. Andere schnappen sich einen Liegestuhl und suchen den Schatten unter den Bäumen. Nur die Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft müssen an diesem Tag ein bisschen arbeiten. Das macht ihnen aber nichts aus, zumal der Oberbürgermeister interessiert bei der Sache ist.

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