Nichts geht mehr am Neckartor: Kleine Unfälle und die Einrichtung der Baustelle haben am Freitag den Verkehr ausgebremst. Foto: Lichtgut/Achim Zweygarth

Die verkehrsarme Zeit um Ostern wird an vielen Stellen vor allem für Sanierungsarbeiten genutzt. Am Neckartor bilden sich schon bei der Baustelleneinrichtung erste Staus – das hatte verschiedene Gründe.

Stuttgart - Kaum ist der letzte Gong der Schulen in der Stadt am Ende des Freitags vor den Ferien verklungen, können sich Fahrrad- und Autofahrer sowie Fußgänger in der Stadt wieder auf Baustellen einstellen. Gleich am Freitag hatte man in der Stadt einen ersten Vorgeschmack, was das bedeuten kann: Schon die Baustelleneinrichtung an der Straße Am Neckartor zog zähen Verkehr und Stau nach sich.

Belag mit Titandioxid für bessere Luft

Einen „neuartigen High-Tech-Asphalt“ soll Stuttgarts schmutzigste Kreuzung bekommen – für bessere Luft. Das stellen zumindest die Entwickler des Belags in Aussicht, dem Titandioxid zugeschlagen wird. Dieser soll mit Stickstoffoxiden reagieren und sie in „ungefährliche Stoffe umwandeln“, meldet die Stadt. Betroffen ist der Abschnitt zwischen der Willy-Brandt- und der Cannstatter Straße. Neben der neuen Deckschicht werden die darunterliegende Binderschicht und an manchen Stellen der komplette Aufbau erneuert. Die Arbeiten sollen bis Ostern abgeschlossen sein. Für den Verkehr bedeutet das, dass tagsüber stadteinwärts zwei Fahrspuren zur Verfügung stehen. Stadtauswärts wird der Verkehr ebenfalls auf zwei Spuren über die Neckar- und die Heilmannstraße umgeleitet. Am Freitag herrschte am Neckartor schon Stauchaos – was nicht allein der Baustelleneinrichtung geschuldet war. Es habe auf den Ausfallstraßen „mehrere kleine Unfälle mit Blechschäden“ gegeben, erläuterte die Polizei. Das führte mit der Baustelleneinrichtung zu Behinderungen.

Neue Leitungen

An der Hauptstätter Straße haben die Bauaktivitäten ebenfalls schon begonnen. Hier sind der Stromnetzbetreiber Stuttgart Netze und der Gas- und Wassernetzbetreiber Netze BW am letzten Bauabschnitt zugange, der der Sanierung des Versorgungsnetzes dient. Die Hauptstätter Straße muss dafür auf der Länge von 120 Metern auf eine Spur je Fahrtrichtung verengt werden. Die Arbeiten werden bis Ende April dauern. Damit nicht genug: In den Pfingst- und in den Sommerferien soll hier weitergearbeitet werden.

Ampel für mehr Sicherheit

Eine lang gehegter Wunsch wird in Hofen umgesetzt: An der Kreuzung Seeblickweg und Benzenäckerstraße entsteht eine Ampelanlage. Nach mehreren tödlichen Unfällen an dieser Stelle wurde die Forderung nach einer besseren Absicherung wieder laut, die im Stadtteil Neugereut schon seit Längerem erhoben worden war. Die Stadt hat zunächst eine provisorische Anlage aufgestellt, nun wird eine feste Ampel installiert. Dafür ist der Bereich voll gesperrt, Umleitungen sind ausgeschildert.

Neue Fahrbahndecke

Nicht nur im Zentrum wird gebuddelt, auch in den Außenbezirken. Die Mittlere Filderstraße bekommt eine neue Fahrbahndecke. Dafür muss sie zwischen Plieningen und dem Abzweig Birkacher Straße von Freitag, 12. April, bis Karfreitag, 19 April voll gesperrt werden. Die Riedenberger Straße ist in diesem Bereich ebenfalls bis zum 23. April zu.

Einschränkungen für Bus und Bahn

Wer da dachte: „Wie gut, dass ich nur mit Öffentlichen fahre“, hat sich zu früh gefreut. Denn auch Bus- und Stadtbahnverbindungen bleiben nicht verschont. Stadtbahnfahrer müssen in der Zeit von Samstag, 13. April, bis Sonntag, 28. April, auf die Linien U 7 und U 15 auf dem Abschnitt zwischen dem Pragsattel und Zuffenhausen verzichten. Hier wird an den Oberleitungen gearbeitet. Die Linie U7 wird von Nellingen kommend ab Pragsattel nach Feuerbach umgeleitet, die U15 zum Killesberg. Zwischen den Haltestellen Stammheim und Mönchfeld pendeln mehrere Stadtbahnen der Linien U7 und U15. In Möhringen wird die Kreuzung Filderbahnstraße/Leinenweberstraße umgestaltet. Die Kreuzung ist deswegen von Montag, 15. April an gesperrt. Der Linienbus wird über die Rembrandstraße umgeleitet.

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