Die Schottin Rachael Cartwright unterstützt die Fellbacher Zeitung. Foto: Sascha Sauer

Austauschschüler der schottischen Dollar Academy machen in Fellbach Praktika. Rachael Cartwright ist als Reporterin der Fellbacher Zeitung unterwegs. Die Schottin hat unter anderem ein Interview im Haus am Kappelberg geführt.

Fellbach - Beim Namen Cartwright dürften bei dem ein oder anderen Leser Erinnerungen an die amerikanische Fernsehserie „Bonanza“ wach werden. Vor dem geistigen Auge sieht er vielleicht, wie Hoss Cartwright uns sein Bruder Little Joe durch die Prärie reiten. Die Schottin Rachael Cartwright kennt diese Serie nicht, und Hunde und Katzen mag die 15-Jährige sowieso viel lieber als Pferde.

Die Schottin möchte ihre Deutschkenntnisse verbessern

Rachael Cartwright besucht die schottische Dollar Academy und nimmt momentan am Schüleraustausch mit dem Gustav-Stresemann-Gymnasium (GSG) in Schmiden teil. Wie viele andere Austauschschüler macht sie während ihres Aufenthalts ein Praktikum. Die Schottin hat sich für die Fellbacher Zeitung entschieden. „Ich hoffe, dass ich dort meine Deutschkenntnisse verbessern kann“, sagt sie. Später möchte sie wie ihre Eltern Anwalt werden.

Als Reporterin muss sie Interviews führen

Wer in einer Zeitungsredaktion arbeitet, muss auch Interviews führen. Rachael Cartwright hat sich Fragen überlegt, die sie den Austauschschülern Sunita Burgul und James Barlow stellt. Die beiden Schotten arbeiten im Haus am Kappelberg. In zwei Wohnungen des Pflegeheims unterstützen sie die Mitarbeiter, gießen die Pflanzen, räumen die Spülmaschine aus und gehen mit den Bewohnern spazieren. „Manche verstehen sogar ein bisschen Englisch“, sagt die 15-jährige Sunita Burgul.

Die Reporterin Rachael Cartwright möchte wissen, warum man sich für ein Praktikum in einem Pflegeheim entscheidet. „Ich helfe gerne anderen Menschen“, sagt James Barlow. Sunita Burgul möchte später Ärztin werden. Im Praktikum will sie erfahren, wie es ist mit Patienten zu arbeiten. „Man muss geduldig und nett sein“, sagt die 15-Jährige.

Schotten tun sich schwer mit schwäbischem Akzent

Mit den Bewohnern spielen die Praktikanten öfters Mensch-ärgere-dich-nicht. Ob sie Probleme mit dem schwäbischen Akzent haben, möchte Rachael Cartwright wissen. „Es ist manchmal schwierig, wenn die Senioren zu schnell sprechen, dann muss man etwas improvisieren“, sagt James Barlow.

Neun Tage lang sind die schottischen Austauschschüler in Fellbach. Auf dem Programm stehen unter anderem Sightseeing und Shopping in Stuttgart, der Besuch des Europa-Parks und des F3-Bads. Sunita Burgul und James Barlow schwärmen auch vom Wetter in Deutschland. „In Schottland regnet es fast jeden Tag“, sagen sie.

Mit der Fotografin auf Terminen unterwegs

Rachael Cartwright hat die Redaktion der Fellbacher Zeitung fünf Tage lang unterstützt. Sie hat Meldungen geschrieben, der Blattmacherin bei der Arbeit über die Schulter geschaut und war mit der Fotografin Patricia Sigerist auf Terminen unterwegs. „Am meisten Spaß haben mir die Interviews gemacht“, sagt die Schülerin. Um bei der Fellbacher Zeitung fest arbeiten zu können, müsse sie aber ihre Deutschkenntnisse noch verbessern.

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