Auch beim Straßendapp ist das Motto: „Jedem zur Freud – keinem zum Leid! Foto: Archiv Chris Lederer

Vom Schmotzigen Donnerstag bis Aschermittwoch geht es wieder rund.

Stuttgart-Feuerbach/S-Weilimdorf - Hasen, Bock, Waschweiber, Wolfskehlen und jede Menge andere Narren werden in den kommenden Tagen wieder häufiger in Feuerbach und Weilimdorf zu sehen sein. Am Donnerstag, 20. Februar, versuchen die Feuerbacher Narrenzunft und die Narrenzunft Weilemer Hörnleshasa die Macht in ihren jeweiligen Stadtbezirken an sich zu reißen. Sie werden gegen 17 Uhr die Rathäuser am Wilhelm-Geiger-Platz 10 und am Löwen-Markt 1 belagern, um die Stadtbezirkskasse und den Schlüssel zum Rathaus zu erobern, um bis Aschermittwoch die Regierungsgeschäfte zu übernehmen. In Weilimdorf wird schon von 15.30 Uhr an mit Musik gefeiert. Nach dem Rathaussturm wartet die Fasnetsdisco mit DJ Micha.

„Narri Narro“ und „Schultes rück dr Schlüssel raus“ wird es am Donnerstag über den Wilhelm-Geiger-Platz schallen, wenn sich die Feuerbacher Narrenzunft ein Wortgefecht mit der Bezirksvorsteherin Andrea Klöber liefert. Mit viel Getöse, Musik und frechen Sprüchen am Biberbrunnen wird die Rathausobrigkeit herausgefordert. Die Kinder lernen Fasnetsrufe und einfache Trommel-Rhythmen auf mitgebrachten Topfdeckeln, damit sie beim Rathaussturm lautstark mitmachen können.

Weiter geht das närrische Treiben am Samstag, 22. Februar, mit dem Feuerbacher Straßendapp samt anschließender Narrensause. Diese Veranstaltung ist kein klassischer Umzug, sondern ein lockeres Narrentreiben im Zentrum des Stadtbezirks, entlang der Stuttgarter Straße und rund um die historische Kelter am Rudolf-Gehring-Platz. Los geht es um 10 Uhr auf dem Hof der Stadtkirche St. Mauritius, Walterstraße 11. Von dort aus zieht die bunte Schar maskierter Hästräger mit befreundeten Zünften, den Gassafegern der Narrenzunft, der First Guggenband Stuttgart und weiteren Musikgruppen in einem kleinen Zug hinunter zum Wochenmarkt und durch die Stuttgarter Straße zurück zur Kelter. Danach löst sich der Lindwurm auf, und man treibt in kleineren Gruppen mit den Passanten Schabernack – frei nach dem Motto: „Jedem zur Freud – keinem zum Leid!“ Auf der Klagenfurter Straße spielt das Harmonika Orchester, und der Grill-Stand am Hirschbrunnen bietet von 10 bis 14 Uhr Speis und Trank.

Am Aschermittwoch ist alles wieder vorbei

Zum Höhepunkt des Straßendapps versammeln sich alle um 12 Uhr am Hirschbrunnen an der Klagenfurter Straße, wo die Kapellen im Wechsel spielen und Hästräger Lieder und Reime zum Besten geben. Ab 12.30 Uhr ziehen die Teilnehmer in loser Formation zur Narrensause in die Bürgeretage auf dem Roser-Areal, Stuttgarter Straße 15. Dort warten Tanz und Musik.

Am Abend steigt der traditionelle Rössle-Ball des Karnevalsclubs Stuttgarter Rössle in der Feuerbacher Festhalle, Kärntner Straße 48. Los geht es um 19.11 Uhr. „Schon frühzeitig haben sich die Verantwortlichen entschieden, keine im Fasching übliche Prunksitzung abzuhalten, sondern dem Publikum Show, Tanz und Musik vom Feinsten zu bieten“, heißt es auf der Internetseite des Vereins. Gesangsdarbietungen, Comedy und Showtänze: Das seien die Eckpfeiler des Rössle-Balls. Besonders freue man sich auf die Tänze der eigenen Garden. Die Guggenmusik darf nicht fehlen. Zwischen den Showblöcken dürfen die Gäste aktiv werden – auf dem Tanzparkett zu Live-Musik. „Kostümierung ist ausdrücklich erwünscht.“ Karten kosten zwischen 13 und 22 Euro. Vorbestellungen sind im Internet unter www.stuttgarter-roessle.de möglich.

Die Feuerbacher Festhalle ist auch einen Tag später, am Sonntag, 23. Februar, wieder in Narrenhand, wenn der Kinderfasching des Musikvereins Stadtorchester Feuerbach und des Karnevalsclubs Stuttgarter Rössle von 14 bis 17 Uhr dort stattfindet.

Die Narretei in Feuerbach endet wie üblich mit der Geldbeutelwäsche am Aschermittwoch, 26. Februar. Damit sich die Geldbeutel wieder füllen, werden sie am Biberbrunnen vor dem Feuerbacher Rathaus mit Wasser beschöpft. Anschließend geben die Feuerbacher Narren den eroberten Rathausschlüssel reumütig an die Bezirksvorsteherin zurück, damit im Rathaus wieder alles seine Ordnung hat.

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