Der Obduktionsbericht ergab: der mutmaßliche Täter hat auf seine Kinder auch eingestochen. Foto: dpa

Der Obduktionsbericht der Polizei ergibt: Der mutmaßliche Täter hat nicht nur mit einem stumpfen Gegenstand auf seine Söhne eingeschlagen, sondern ihnen auch mit einem Messer in den Oberkörper gestochen.

Vaihingen/Enz - Der 38-jährige Mann, der unter dem dringenden Verdacht steht, seine beiden vier und fünf Jahre alten Söhne im Vaihinger Ortsteil Aurich getötet zu haben, hat bei der mutmaßlichen Ermordung seiner Kinder auch ein Messer benutzt. Das ergab die Obduktion durch die Polizei. Die Ermittler stellten jeweils eine tiefe Stichverletzung am Oberkörper fest, die ihnen mutmaßlich mit einem am Tatort sichergestellten Messer beigebracht worden waren. Laut Polizeisprecher Peter Widenhorn handelt es sich dabei um ein Haushaltsmesser.

Der 38-Jährige macht weiterhin keine Angaben

Bereits am Sonntag meldete die Polizei, dass beide Jungen massive Kopfverletzungen aufgewiesen hätten, verursacht durch Gewalteinwirkung mit einem stumpfen Gegenstand. Welche der Verletzungen den Kindern zuerst zugefügt worden ist, kann die Polizei derzeit noch nicht sagen. „Beide wären für sich genommen schon tödlich gewesen“, sagt Widenhorn. Hinweise auf zurückliegende körperliche Übergriffe haben sich bei den Ermittlungen nicht ergeben.

Der 38-Jährige macht weiterhin keine Angaben und die 34-Jährige ist unter dem Eindruck des Geschehens nach wie vor nicht vernehmungsfähig. Aussagen zu einem möglichen Tatmotiv sind daher noch nicht möglich. Um den Zeitraum von Freitagnachmittag, 17.02.17, als der Tatverdächtige die Kinder vereinbarungsgemäß von einem Kindergarten abgeholt hatte, bis zur Entdeckung der Bluttat am Samstagabend, gegen 21:40 Uhr nachvollziehen zu können, sind die Ermittler auch auf Zeugen angewiesen.Personen, die die Kinder mit oder ohne ihren Vater am Freitag oder Samstag gesehen haben, werden gebeten, sich mit der Kriminalpolizei in Böblingen (0 70 31/13 00), in Verbindung zu setzen.

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