Die Polizei hat den mutßmaßlichen Todesschützen von Villingedorf nach tagelanger Suche festgenommen Foto: dpa

Nach tagelanger Suche konnte die Polizei den mutmaßlichen Todesschützen fassen. Ein Hinweis aus der Bevölkerung soll den Zugriff ermöglicht haben. Details wollen die Beamten am Mittwoch preisgeben.

Villingendorf - Der mutmaßliche Todesschütze von Villingendorf hat bei seiner Festnahme mehrere Taschen bei sich getragen. In einer davon war nach dpa-Informationen eine Waffe versteckt, bei der es sich den Vermutungen der Ermittler zufolge um die Tatwaffe handelt. Sie wird zurzeit im kriminaltechnischen Institut des Landeskriminalamtes in Stuttgart in Augenschein genommen.

Nach erster Auskunft der Polizeistreife, die den 40-jährigen Kroaten nach einem Hinweis aus der Bevölkerung am Dienstagnachmittag bei strömendem Regen festgesetzt hatte, sah der Flüchtige „nicht so aus, als hätte er die letzten fünf Tage im Freien verbracht“. Die Polizei hatte bei der Befragung des Verdächtigen in der Nacht deswegen versucht herauszufinden, wo er sich nach der Tat aufgehalten und ob ihm jemand Unterschlupf gewährt.

Der Verdächtige soll einem Haftrichter vorgeführt werden

Nach der Festnahme des Mannes wollen Polizei und Staatsanwaltschaft Rottweil am Mittwoch (14 Uhr) weitere Einzelheiten bekannt geben. Davor soll der Verdächtige einem Haftrichter vorgeführt werden.

Der Mann wird verdächtigt, am Donnerstag voriger Woche mit einer Langwaffe seinen kleinen Sohn sowie den neuen Partner seiner Ex-Frau und dessen Cousine erschossen zu haben. Die aus Lettland stammende Mutter des sechs Jahre alten Kindes hatte den Angriff bei einer privaten Einschulungsparty für den Jungen überlebt und sich zu einer Nachbarin gerettet. Unverletzt blieben auch ein dreijähriges Mädchen, das sich während des Überfalls im Haus versteckt hatte, und ein Mann, der bei der Feier für Getränke gesorgt hatte.

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