Die Nobelpreisträgerin Herta Müller spricht mit der Leiterin der Esslinger Stadtbücherei, Gudrun Fuchs. Foto: Horst Rudel

Das wichtigste Literaturfestival im deutschen Südwesten hat begonnen. Am Donnerstag las die Nobelpreisträgerin Herta Müller in der Württembergischen Landesbühne in Esslingen.

Esslingen - Drei Wochen lang gehört so gut wie jeder Abend und Morgen in Esslingen der Literatur. Mehr als 60 Autoren gestalten das Programm des Literaturfestivals Lesart, das am Donnerstag eröffnet worden ist. Berühmte Schriftsteller treten in Esslingen auf und hochberühmte, wie Herta Müller (auf unserem Foto links mit der Leiterin der Esslinger Stadtbücherei, Gudrun Fuchs), die am Abend im Schauspielhaus der Württembergischen Landesbühne vom Esslinger Oberbürgermeister Jürgen Zieger begrüßt wurde.

2009 kam sie als wenig bekannte Autorin nach Esslingen und erhielt noch im selben Jahr den Literaturnobelpreis. Nach zehn Jahren ist sie wieder zurück in der Stadt und stellt im WLB-Schauspielhaus ihr neues Buch vor: „Im Heimweh ist ein blauer Saal“, in dem sie Textcollagen gesammelt hat.

„Manchmal glaube ich, dass die Wörter in ihren Schubladen warten, wie die Menschen an den Bahnhöfen, dass sie endlich in einen Text einsteigen“, sagt die Autorin. Einsteigen können die Esslinger jetzt in die Lesart, die von der Stadtbücherei veranstaltet wird. Und weil es das 25. Mal ist, gibt es in diesem Jahr ein Festival im Festival. Am Freitag, 8. November, beginnt um 14 Uhr im Alten Rathaus in Esslingen ein buntes Lesart-Jubiläumsprogramm, das erst in der Nacht endet.

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