Das Coronavirus breitet sich weiter aus – nun ist es erstmals in Frankreich angekommen. Foto: dpa/Xiong Qi

Die vom Coronavirus ausgelöste Lungenkrankheit ist erstmals in Europa aufgetreten. Zwei Fälle aus dem Nachbarland Frankreich sind bestätigt. Nun sollte sich auch Deutschland dringend auf den Erreger vorbereiten, meinen Experten.

Berlin - Gesundheitspolitiker haben die Behörden und Kliniken aufgefordert, sich auf die Ausbreitung des Coronavirus auch in Deutschland einzustellen. „Wichtig ist, dass deutsche Kliniken sich bereits jetzt darauf vorbereiten, solche Patienten behandeln zu können“, sagte der Vorsitzende des Bundestags-Gesundheitsausschusses, Erwin Rüdel (CDU), der „Rheinischen Post“ vom Samstag. 

SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach erklärte, derzeit seien zwar Fiebermessungen von China-Reisenden auf deutschen Flughäfen noch nicht sinnvoll. „Grundsätzlich sollte aber ein solcher Einsatz der Messungen vorbereitet werden“, empfahl Lauterbach. Denn das könne „in den nächsten Wochen notwendig werden“.

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Das neuartige Coronavirus hat bereits Europa erreicht. In Frankreich wurden am Freitag drei Verdachtsfälle bestätigt, alle drei Patienten waren zuvor in China gewesen. 

In der Volksrepublik ist die offizielle Zahl der Todesfälle auf 41 gestiegen. Knapp 1300 Menschen sind Behördenangaben zufolge mit dem Virus infiziert. Internationale Wissenschaftler gehen von mehreren tausend Infizierten in China aus. 

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