Die BW-Bank dreht an der Gebührenschraube. Foto: Lichtgut/Max Kovalenko

Die BW-Bank wird zum 1. April 2019 für viele Kunden die Preise erhöhen. Die Bank habe viel Geld in neue digitale Angebote und in Sicherheit investiert, so die Begründung.

Stuttgart - Die BW-Bank hat ihre verschiedenen Girokontenmodelle für Privatkunden überarbeitet und wird zum 1. April 2019 für viele Kunden die Preise erhöhen. Die Bank habe viel Geld in neue digitale Angebote und in Sicherheit investiert, sagte ein Sprecher der BW-Bank unserer Zeitung. Die Kontomodelle für Privatkunden würden konsequent am Bedarf und am Nutzungsverhalten der Kunden ausgerichtet. Ziel sei, den Kunden „ein attraktives, angemessenes Preis-Leistungsverhältnis“ zu bieten.

So wird unter anderem das Girokonto BW extend classic künftig im Grundpreis zwei Euro im Monat teurer und kostet statt 6,90 dann 8,90 Euro. Beim Onlinekonto extend online entfällt der bisherige Pauschalpreis von 3,50 Euro, dafür wird nahezu jede Buchung einzeln abgerechnet. Je nach Nutzerverhalten kann sich das deutlich verteuern.

Objektive Vergleichsseite für Verbraucher fehlt

Seit November schon sollten sich Verbraucher mittels einer kostenlosen und objektiven Internetseite zum Vergleich von Girokonto-Kosten informieren können. Das sieht ein neues Zahlungskontengesetz vor. Bisher gibt es keine Stelle, die die Anbieter von Vergleichsplattformen prüft und zertifiziert. Demzufolge fehlt eine objektive Vergleichsseite. „Der Bundesregierung ist es ein wichtiges Anliegen, dass zeitnah eine zertifizierte Vergleichswebseite in Deutschland angeboten wird“, sagte eine Sprecherin des Bundesjustizministeriums. Derzeit durchläuft aktuell eine Prüforganisation das notwendige Verfahren. Wann es zum Abschluss kommt, dazu gab es keine Informationen.

Landesverbraucherminister Peter Hauk (CDU) forderte gegenüber unserer Zeitung „schnellstmöglich“ die Zertifizierung von Vergleichswebseiten. „Hier muss Bundesministerin Barley Druck machen.“

Auch Verbraucherschützer haben Verzögerungen beim Aufbau einer kostenlosen und objektiven Vergleichsseite kritisiert. Letztlich handle es sich um einen Verstoß gegen gesetzliche Anforderungen.

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