Grünen-Chefin Simone Peter kritisiert die von Schwarz-Rot geplante Neuregelung zur Rücknahme alter Elektrogeräte. Foto: dpa

Die Neuregelung zur Rücknahme alter Elektrogeräte nennt Grünen-Chefin Simone Peter "halbherzig". Am Mittwoch will das Bundeskabinett das Gesetz beschließen.

Berlin - Grünen-Chefin Simone Peter hat die geplante Neuregelung zur Rücknahme alter Elektrogeräte als halbherzig kritisiert.

"Die Beschränkung der Rücknahmepflicht auf wenige große Geschäfte schränkt den Nutzen für die Verbraucher erheblich ein", sagte Peter in Berlin. "So ist zu befürchten, dass weiter zu viele Elektrogeräte im Hausmüll landen." In Deutschland fielen rund 700.000 Tonnen Elektroschrott im Jahr an. Aber insgesamt gehe die Reform in die richtige Richtung.

"Durch die Rücknahmepflicht hat der Handel künftig ein Eigeninteresse, die Müllmengen zu verringern und langlebigere, reparaturfähige Produkte zu verkaufen", betonte Peter.

Am Mittwoch will das Kabinett den Entwurf von Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) beschließen. Er sieht vor, dass Geschäfte mit mehr als 400 Quadratmetern Verkaufsfläche verpflichtet werden, alte Geräte beim Kauf eines gleichwertigen neuen Geräts zurückzunehmen. Das gilt auch für Online-Händler. Kleine Geräte mit maximal 25 Zentimetern Kantenlänge wie Handys, Ladegeräte, Modems oder Toaster können auch ohne Neukauf abgegeben werden. Den Kassenzettel müssen Verbraucher dafür nicht mehr haben.

Hat Ihnen der Artikel gefallen? Jetzt teilen: