Hat er mehr gefaulenzt, als sich um seine Pflichten zu kümmern? Eisbär Felix hatte einen entspannten Sommer in der Wilhelma. Foto: Stuttgarter Wilhelma

Am Mittwoch hat sich Einbärenmann Felix aus der Wilhelma wieder auf die Heimreise nach Nürnberg gemacht. Jetzt bleibt die spannende Frage: Hat es diesmal mit Corinna und dem Nachwuchs geklappt?

Stuttgart - In Sachen Nachwuchs bei den Einsbären in der Wilhelma gibt es auch in diesem Winter wenig Hoffnung: Der für den Sommer aus Nürnberg ausgeliehene Eisbär Felix hat die Landeshauptstadt wieder verlassen, wie der Zoo am Mittwoch mitteilte. Felix sollte mit der Eisbärdame Corinna für Nachwuchs sorgen. Zwar sei nicht ausgeschlossen, dass es doch funktioniert hat. Doch: „Sie haben sich nicht wirklich gut verstanden“, sagte Kuratorin Ulrike Rademacher. Sie seien daher nicht über lange Zeit zusammen gewesen.

Felix ist schon der zweite Aspirant auf die Vaterrolle

Bei Corinnas Gewicht von 300 Kilo sehe man ihr kaum an, ob sie trächtig ist. Ein neugeborener Eisbär wiegt nur 500 bis 600 Gramm. Zudem ist sie mit 26 schon recht alt. Felix ist der zweite Eisbär, der für den ersehnten Nachwuchs in Stuttgart sorgen sollte.

Mit Corinna und Felix trafen sich zwei Protagonisten der großen Eisbär-Baby-Euphorie der Jahre 2007 und 2008: Corinna ist die Mutter von Wilbär, der nach Knut in Berlin und zeitgleich mit Flocke in Nürnberg Deutschlands Zoobesucher in Entzücken versetzte. Und Felix ist der Vater von eben jener Flocke. Felix ging übrigens nicht zurück nach Nürnberg, sondern wechselte auf Empfehlung des europäischen Zuchtprogramms für Eisbären nach Rhenen bei Arnheim (Niederlande), wo er auf die 22-jährige zuchterfahrene Eisbärdame Huggies trifft.

Nach der Geburt von Wilbär war Corinna noch zweimal erfolglos trächtig: Einmal waren sogar Zwillinge unterwegs, und eine Schwester von Wilbär starb 2009 nach nur wenigen Tagen.

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