Am Ludwigsburger Bahnhof soll 2030 auch eine Stadtbahn vorbeifahren. Foto: factum/Granville

Nach 20 Jahren Streit und zwei vergeblichen Einigungsversuchen ist es jetzt klar: Die Stadtbahn soll von 2030 an zwischen Remseck und Markgröningen fahren – und sogar bis zu Bosch in Schwieberdingen.

Ludwigsburg - Große Einigkeit bei einem Pressegespräch von OB Werner Spec und Landrat Rainer Haas: Beide wollen gemeinsam bis 2030 eine Stadtbahn durch Ludwigsburg fahren lassen – und schon in drei Jahren einen Schnellbus bis nach Remseck. Außerdem soll bereits ab 2025 ein straßenbahnartiger Zug zwischen Ludwigsburg und Markgröningen fahren. Darauf haben sich OB, Landrat und die Ludwigsburger Fraktionschefs im Gemeinderat nun geeinigt. „Das ist ein guter Tag“, sagt Werner Spec, „damit ist ein wichtiger Schritt getan, um Fahrverbote für Dieselautos in Ludwigsburg zu vermeiden.“

Die Streitfragen sind geklärt

Aber auch der Landrat Rainer Haas gibt sich zufrieden: „Damit kann endlich der Startschuss für die Planungen fallen.“ Die wichtigsten Streitigkeiten sind beigelegt: Der Landkreis beteiligt sich mit 50 Prozent an den Kosten für die Schnellbusse, will die Planungen an der Engstelle beim Ludwigsburger Bahnhof forcieren – und mit aller Macht versuchen, die Stadtbahn bis zu den wichtigen Wirtschaftsstandorten Bosch Schwieberdingen und Wüstenrot in Kornwestheim zu erweitern. „Es sieht ganz gut aus, bedarf aber noch größerer Anstrengungen“, so der Kreischef zu diesen Überlegungen.

Schon seit 20 Jahren wird über die Stadtbahn im Kreis Ludwigsburg diskutiert. Zuletzt gab es 2017 eine gemeinsame Einigung auf eine „Doppelstrategie“, die aber nicht umgesetzt wurde, im Oktober vergangenen Jahres wurde erneut ein Durchbruch verkündet – der aber in der Adventszeit mit heftigem Streit und gegenseitigen Schuldzuweisungen endete. Nun soll die neue Vereinbarung zwischen Rathaus und Landratsamt halten, betonen beide – auch wenn man mal unterschiedlicher Meinung sei.

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