Martialisch verkleidet und doch ganz fromm: Teilnehmer einer Osterprozession in der südspanischen Stadt Almeria erinnern an den Leidensweg Jesu. Foto: EFE

Ostern wird auf der ganzen Welt gefeiert. Doch längst nicht immer mit süßen Hasen und bunten Eiern. In Spanien greifen Bruderschaften zu Spitzhauben und Peitsche.

Sevilla - Es ist der religiöse Höhepunkt für Spaniens Katholiken: Die Semana Santa, die Heilige Woche. In der Karwoche vor Ostern versuchen Prozessionen frommer Bruderschaften in vielen Städten die Leiden Jesu der Bevölkerung nahe zu bringen. Dazu vermummen sich die Teilnehmer mit spitzen Kapuzen, einige „Büßer“ geißeln ihre Rücken sogar mit Peitschen.

Doch die zunächst düster anmutende Tradition soll nicht nur der Trauer und Buße dienen, sondern auch an die Auferstehung von den Toten erinnern. Für Gläubige stellen die Feierlichkeiten entsprechend eine Mischung aus Andacht und Lebensfreude dar.

Außerdem spielt der Marienkult bei der Semana Santa eine besondere Rolle. So werden werden die Prozessionen immer wieder von Lobrufen von Pilgern am Straßenrand begleitet, wenn die Prozessionsteilnehmer eine Figur der in Spanien besonders verehrten Mutter Gottes vorbeitragen. Neben Marienfiguren führen die Bruderschaften auch andere schwere Heiligenfiguren mit sich. Dem Verständnis nach sollen die sonst in der Kirche verborgenen Statuen so zum Leben erweckt werden.

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