Alexander Kirchner, Vorsitzender der EVG, schließt nach dem erfolglosen Treffen mit der Bahn und der GDL einen Streik nicht aus. Foto: dpa

Nach dem erfolglosen Spitzengespräch der beiden Gewerkschaften EVG und GDL mit der Bahn schließt der Vorsitzende der EVG, Alexander Kirchner, einen Streik nicht aus.

Köln - Nach dem erfolglosen Spitzengespräch zwischen der Bahn und den beiden konkurrierenden Gewerkschaften GDL und EVG schließt die EVG einen Streik nicht aus. „Das hängt vom Verhandlungsverlauf mit der Deutschen Bahn ab“, sagte der Vorsitzende der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft EVG, Alexander Kirchner, am Mittwoch in Köln. „Wenn wir da konstruktiv weiterkommen, ist von unserer Seite kein Streik nötig.“ Anderenfalls sei ein Streik nicht auszuschließen. „Das ist aber kein Mittel, das wir leichtfertig ausrufen“, betonte Kirchner.

Die Schuld am Misslingen des Spitzengesprächs, zu dem sich am Dienstagabend die Spitzenvertreter der Deutschen Bahn und der Gewerkschaften in Köln getroffen hatten, liegt aus Sicht der EVG bei der GDL. In dem dreieinhalbstündigen Gespräch sei erneut deutlich geworden, dass die GDL nicht alles dafür tun wolle, dass es am Ende einen einheitlichen Tarifabschluss geben könne, sagte Kirchner. „Eine Spaltung der Belegschaft kann nicht unser Ziel sein.“

Die Bahn will nun am Freitag mit beiden Gewerkschaften separat verhandeln. Die EVG erwarte von der Bahn ein klares Angebot. Die Wahrscheinlichkeit, dass die beiden Verhandlungsstränge schließlich ein einheitliches Ergebnis bringen, hält Kirchner „zum jetzigen Zeitpunkt für nicht gestaltbar.“

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