Zweikampfsieger: Guido Buchwald (rechts) im Trikot des Karlsruher SC setzt sich gegen VfB-Stürmer Jonathan Akpoborie durch. Foto: Baumann

An diesem Sonntag ist wieder Derbyzeit, wenn der Karlsruher SC in der zweiten Liga beim VfB Stuttgart gastiert. Aus diesem Anlass erinnern wir in einem täglichen Countdown an frühere Stars. Teil drei: Guido Buchwald.

Stuttgart - Bei seinem Herzensverein, dem VfB, hat Guido Buchwald zuletzt so einiges einstecken müssen. Erst wurde er mit wüsten Worten aus dem Aufsichtsrat vergrault, dann hat man ihn beim Präsidenten-Casting schnöde ausgesiebt und lieber zwei weithin unbekannte Unternehmer in die Endauswahl genommen. Bittere Pillen für Buchwald, den Weltmeister, der die Welt nicht mehr verstand – und sich seither womöglich fragt: Ist das die späte Rache?

Nach der Rückkehr aus Japan ging Buchwald zum KSC

Elf lange Jahre hat der treue Guido im VfB-Trikot die Knochen hingehalten und im entscheidenden Moment auch den Kopf, im Mai 1992 in Leverkusen, wer könnte sich nicht erinnern? Dann ging er nach Japan – und schloss sich nach seiner Rückkehr doch tatsächlich dem Karlsruher SC an. Und nicht nur das. Am 2. Mai 1998 gab Buchwald einen blitzsauberen Libero, als der KSC den VfB am vorletzten Spieltag mit 4:2 besiegte.

Schwamm drüber, hätte man sagen können, schließlich erreichten die Stuttgarter in der Woche darauf trotzdem den Europapokal, während die Karlsruher in die zweite Liga abstiegen. Aber nein, Guido Buchwald musste nach dem Ende seiner aktiven Karriere ja unbedingt auch noch KSC-Sportdirektor werden.

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