Immer wieder Proteste: diese Demo gegen die AfD fand im Mai 2019 in Backnang statt. Foto: Stoppel

Bei einem Treffen von ein paar AfD-Politikern und Gegendemonstranten am Mittwochabend in Althütte registriert die Polizei „gegenseitige verbale Provokationen“ aber keine Straftaten.

Althütte - Der Bürgermeister von Althütte, Reinhold Sczuka, spricht mit Blick auf eine Zusammenkunft einiger AfD-Politiker in seinem Ort am Mittwochabend und einer Gegendemo von „kleinen Scharmützeln“, die ausgetragen worden seien. Eigentlich, so der Schultes, habe die AfD ihren umstrittenen Bundestagsabgeordneten Markus Frohnmaier angekündigt gehabt.

Der Mann, der als ein Vertrauter des AfD-Rechtsaußens Björn Höcke gilt, kam aber gar nicht zur Veranstaltung. Zur Frage, warum die AfD wohl Althütte als Ort für die Veranstaltung ausgewählt habe, sagte Sczuka (CDU) am Donnerstag auf Anfrage, er hoffe nicht, dass seine Gemeinde ein AfD-Hochburg sei oder werde. Er werde sich jedenfalls dagegen stellen, wenn „rechten Dingen der Weg geebnet werden solle.

Antifa: „Absage ist definitiv ein Erfolg“

Die Demonstration gegen die AfD-Versammlung war zunächst in Backnang geplant gewesen, denn es war zunächst gar nicht klar, wo sich die AfD denn treffen würde. In einer Mitteilung der Veranstalter der Gegendemonstration heißt es: „Dass die geplante AfD-Veranstaltung nicht stattfand, ist definitiv als Erfolg zu werten.“ Man werde auch künftig Proteste gegen die AfD organisieren.

Laut er Auskunft eines Polizeisprechers hatten sich rund 50 Gegendemonstranten in Althütte gesammelt. Bei dem Zusammentreffen mit den paar AfD-Politiker sei es nicht zu Straftaten gekommen, wohl aber zu „gegenseitigen verbalen Provokationen“. Die Gegendemo sei nicht angemeldet gewesen, erklärt die zuständige Polizeidirektion in Aalen.

AfD: „Ziel eines Angriffs der terroristischen Antifa“

Der stellvertretende Vorsitzende des AfD-Ortsverbands Backnanger Bucht, Frank Kral, erklärte gestern: „Wieder war ein Treffen unserer Bürgerpartei das Ziel eines Angriffs der terroristischen Antifa.“ Wegen der geplanten Gegendemo habe die Partei beschlossen, die Veranstaltung abzusagen, denn die Antifa bringe „Leib und Leben ganz normaler Bürger“ in Gefahr. Ein paar Parteimitglieder, die nicht mitbekommen hätten, dass die Veranstaltung abgesagt worden sei, seien von „den Antifas sofort attackiert“ worden.

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