Lukasz Karcz gewann zweimal gegen die Hawks. Für den Gesamtsieg reicht es nicht. Foto: avanti

Der Darts-Bundesligist DC Wolfsölden holt beim Heimspieltag in Affalterbach gegen Karlsruhe und Vilsbiburg keine Punkte und trägt nun die Rote Laterne.

Der Zuschauerzuspruch am Samstag zum Auftakt des Bundesliga-Heimspieltags im Schützenhaus Affalterbach war überdurchschnittlich: Knapp 100 Zuschauer verfolgten, wie der gastgebende DC Wolfsölden den Titelfavoriten Karlsruher SC empfing. „Das Karlsruher Team mit seinen Namen zieht natürlich. Da sieht man Spieler, die man sonst aus dem Fernsehen kennt“, sagt DCW-Spieler Fabian Unger.

 

Sein abstiegsbedrohtes Team hatte sich gegen den Spitzenreiter und haushohen Favoriten wenig bis nichts ausgerechnet. Zu klar waren die Rollen verteilt. „Das muss man realistisch sehen“, hatte Unger vorab gesagt. Und die Befürchtung bewahrheitete sich: Karlsruhe setzte sich mit 12:0 durch und ließ den Wölfen keine Chance.

Immerhin: Marco Puls lieferte sich ein sehr sehenswertes Duell mit dem WM-erfahrenen Rowby-John Rodriguez. 2:4 unterlag Puls trotz eines Punkteschnitts von 85,2. Rodriguez stellte aber seine Klasse unter Beweis und kam auf 93,5. „Hätte er hinten raus noch ein paar verwandelt, wäre er auf über 100 gekommen“, zollt Fabian Unger ihm Respekt. Unger selbst war in seinem Einzel mit 3:4 dem Punktgewinn am nächsten, es reichte aber nicht ganz.

Bei Karlsruhe erreichte mit Franz Rötzsch (92,5) derweil noch ein zweiter Spieler einen Punkteschnitt von mehr als 90.

Die klare Niederlage im Kellerduell schmerzt

Nach den acht Einzeln und dem 8:0 war die Entscheidung gefallen, auch die vier Doppel gingen klar an die Gäste aus Baden.

Kein guter Tag für das Wolfsöldener Satz- und Punktekonto. „0:12 ist natürlich bitter. Viel mehr schmerzt aber die Niederlage gegen die DC Hawks“, sagt Fabian Unger. Das Kellerduell der ersten Liga war das zweite Duell für die Wölfe am Samstag. Und mit 3:9 ging es – abends vor inzwischen ausgedünnter Kulisse im Schützenhaus – ebenfalls deutlich an die Gäste aus dem bayerischen Vilsbiburg. Schon nach den Einzeln hatte es 2:6 gestanden. Es hätten also alle vier Doppel gewonnen werden müssen, um zumindest das Remis zu erreichen. Doch es reichte nur noch zu einem Sieg.

„Da hatten wir uns mehr erhofft. Dummerweise war es aber so: Wer bei uns einen guten Tag erwischte, dessen Gegner war mindestens ebenso gut drauf“, sagt Fabian Unger. Es sei einfach nicht rund gelaufen, und das habe dann schon auch ein Stück weit Motivation geraubt.

Für den Aufsteiger wird es damit immer schwieriger, den Klassenerhalt zu erreichen. Denn neben den DC Hawks punktete auch der Abstiegskonkurrent Darts Pub Walldorf, wodurch Wolfsölden nicht nur auf den letzten Platz zurückgefallen ist, sondern auch der Rückstand aufs rettende Ufer gewachsen ist. Wolfsölden ist mit einem Punkt Letzter, zwei Teams werden absteigen. Walldorf kommt auf 3, Vilsbiburg sowie der DC Nostradartmus aus der Pfalz auf je 4 Punkte.

Noch ist der Zug nicht abgefahren: Der nächste Spieltag am 13. Januar in Walldorf wird erst der Abschluss der Hinrunde sein. Dabei steigen erst gegen Walldorf und direkt danach gegen Nostradartmus aber gleich zwei möglicherweise vorentscheidende Knallerspiele im Keller der ersten Liga.