Derzeit brauchen Kunden einen Termin für die Beratung in einem Autohaus. Foto: dpa/Sebastian Gollnow

Geschlossene Verkaufsräume und weniger Geschäft in den Werkstätten: Das Kraftfahrzeuggewerbe muss wie andere Branchen auch Einbußen im Corona-Jahr hinnehmen. Besserung ist nicht in Sicht.

Stuttgart - Die Autohäuser in Baden-Württemberg fordern weitere Öffnungsschritte, um die Geschäfte wieder stärker anstoßen zu können. Bislang können Kunden nur nach Terminvereinbarung in den Verkaufsraum kommen, wie der Verband des Kraftfahrzeuggewerbes Baden-Württemberg in Stuttgart mitteilte. Präsident Michael Ziegler will am Donnerstag (11 Uhr) die Jahresbilanz für 2020 vorstellen. Der Verband verweist darauf, dass die Verkaufsräume in der Regel groß seien und es nur ein geringes Kundenaufkommen gebe.

In dem Verband sind rund 4100 Betriebe mit 52.000 Beschäftigten organisiert. Sie machten 2019 einen Umsatz von rund 26,1 Milliarden Euro. Die wochenlangen Schließungen der Autohäuser haben das Kraftfahrzeuggewerbe in Baden-Württemberg im Corona-Jahr 2020 vor allem beim Verkauf neuer Autos hart getroffen. Die Pkw-Neuzulassungen seien um 18 Prozent eingebrochen. Auch das Servicegeschäft habe aufgrund eines Rückgangs der Werkstattdurchgänge gelitten.

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