Angela Merkel ist seit 2005 Bundeskanzlerin und stellt jetzt ihr viertes Kabinett zusammen. Foto: AFP

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat den Spitzengremien ihrer Partei mitgeteilt, wer für die CDU im Kabinett sitzen soll. Neben einigen alten Vertrauten sind auch einige junge Gesichter mit dabei.

Stuttgart/Berlin - Bundeskanzlerin Angela Merkel hat den Spitzengremien ihrer Partei mitgeteilt, wer für die CDU im Kabinett sitzen soll. Neben einigen alten Vertrauten sind auch einige junge Gesichter mit dabei.

Die 46-jährige Bundestagsabgeordnete Anja Karliczek soll neue Bundesbildungsministerin werden. Ihren prominentesten parteiinternen Kritiker, den 37-jährigen Jens Spahn, will Merkel zum Gesundheitsminister machen. Der bisherige Kanzleramtschef Peter Altmaier soll künftig das Wirtschaftsressort leiten. Verteidigungsministerin bleibt nach dem Willen Merkels Ursula von der Leyen.

Die rheinland-pfälzische CDU-Chefin und stellvertretende CDU-Bundesvorsitzende Julia Klöckner soll neue Landwirtschaftsministerin werden. Der bisherige Staatsminister im Kanzleramt, Helge Braun, soll die Nachfolge von Altmaier antreten und Kanzleramtschef werden.

Voraussetzung ist, dass die SPD bei ihrem Mitgliederentscheid der großen Koalition zustimmt und auch die CDU beim Parteitag am Montag grünes Licht für den Koalitionsvertrag gibt.

Wichtige Schlüsselressorts gehen an die SPD

In ihren Koalitionsverhandlungen hatten sich die Unionsparteien mit der SPD auf folgende Ressortverteilung geeinigt: Die CDU besetzt neben dem Posten der Regierungschefin des Kanzleramtsministers fünf Minister. Drei Posten gehen an die CSU. Der bisherige bayrische Ministerpräsident und CDU-Vorsitzende Horst Seehofer soll ein „Superministerium“ für Inneres, Bauen und Heimat führen.

Die SPD übernimmt sechs Ministerien – davon mehrere Schlüsselressorts. Wer für die Sozialdemokraten ins Kabinett geht, soll erst nach erfolgreichem Abschluss des SPD-Mitgliedervotums klar werden. Am 4. März wird das Ergebnis dieses Mitgliederentscheids bekannt gegeben.

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