Bundesverdienstkreuz in Stuttgart-Untertürkheim Eine Ehrung für einen Multifunktionär

Von Alexander Müller 

Oberbürgermeister Fritz Kuhn (links) überreicht im Namen des Bundespräsidenten das Bundesverdienstkreuz an Werner Feinauer. Foto: Alexander Müller
Oberbürgermeister Fritz Kuhn (links) überreicht im Namen des Bundespräsidenten das Bundesverdienstkreuz an Werner Feinauer. Foto: Alexander Müller

Oberbürgermeister Fritz Kuhn zeichnet Werner Feinauer mit dem Bundesverdienstkreuz aus.

Stuttgart-Untertürkheim - Seit mehr als 40 Jahren ist Werner Feinauer vielfach ehrenamtlich aktiv: für die SPD im Bezirks- oder Gemeinderat, als Vorstand der Arbeitsgemeinschaft Untertürkheimer Vereine der Arbeiterwohlfahrt Obere Neckarvororte oder im Hallenbadförderverein. Für sein Engagement erhielt der Untertürkheimer Multifunktionär nun aus den Händen von Stuttgarts Oberbürgermeister Fritz Kuhn das Bundesverdienstkreuz.

Feinauer „hat eigentlich kein relevantes Ehrenamt im Stadtbezirk ausgelassen“, sagte Kuhn. Aus Erfahrung weiß der OB, dass man den 71-Jährigen in Untertürkheim als Kommunikator und hervorragenden Diplomaten schätzt. „Ihn schickt man los, wenn es eng wird, dann klappt das.“

Feinauer wurde 1946 in Obertürkheim geboren, 1953 erfolgte der Umzug nach Luginsland. Im Anschluss an eine Lehre als Maschinenschlosser holte er die Fachhochschulreife nach und studierte an der Fachhochschule für Technik in Esslingen. Nach Stationen als Kundendienstleister war er von 1987 bis zu seinem Ruhestand im Jahr 2010 als Ingenieur bei der Daimler AG tätig. Feinauer ist seit 1969 mit seiner Frau Monika verheiratet; er hat einen Sohn und drei Enkel.

Seit 1976 ist Feinauer im Vorstand der SPD Untertürkheim-Luginsland

Neben Beruf und Familie brachte er sich aber vor allem in zahlreichen ehrenamtlichen Funktionen im Stadtbezirk und darüber hinaus ein. Von 1978 bis 1995 war er Vorsitzender des Waldheimvereins Gehrenwald; seit 1983 ist er Vorsitzender des „Jahrgangs 1946/47“ und Gründungsmitglied des Fördervereins Alte Schule Rohracker. Er ist Vorsitzender des Awo-Stadtbezirks Obere Neckarvororte und der Arbeitsgemeinschaft Untertürkheimer Vereine. In dieser Funktion hat er bereits vor der stadtweiten Let‘s-Putz-Aktion eine Putzaktion in Untertürkheim organisiert. Feinauer ist zudem Vorstandsmitglied des Weinfestvereins Untertürkheim und des Stadtseniorenrates.

Seit 1976 ist er im Vorstand der SPD Untertürkheim-Luginsland. Von 1985 bis 1990 und seit 2004 gehört er dem Bezirksbeirat Untertürkheim an. Zehn Jahre – von 1989 bis 1999 – saß er für die SPD im Gemeinderat. In seinen Ämtern und Funktionen engagierte er sich stark für die Themen Wohnen und Familie – auch bei der Baugenossenschaft Gartenstadt Luginsland, bei der er zunächst als Aufsichtsrat und später als Vorstand von 1985 bis 2016 tätig war.

„Es ist mir natürlich eine besondere Ehre und eine riesige Anerkennung“, sagte Feinauer nach der Auszeichnung mit dem Bundesverdienstkreuz. Doch der umtriebige Luginsländer wäre nicht er selbst, wenn er nicht die Chance ergriffen hätte, um den Oberbürgermeister als Gründungs- und Vorstandsmitglied des Fördervereins Hallenbad Untertürkheim darauf hinzuweisen, dass eine Verlegung der Unterrichtszeiten für die Schulen ins neue Sportbad Neckarpark vor Ort auf völliges Unverständnis stößt. „Wir haben vor 23 Jahren für den Erhalt des Bades gekämpft und werden es wieder tun.“ Eben ein Leben für das Ehrenamt.

Redaktion Bad Cannstatt

Ansprechpartner
Torsten Ströbele
untertuerkheim@stz.zgs.de

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