Der Darts-Erstligist DC Wolfsölden bestreitet am Samstag einen Heimspieltag. Zu Gast ist auch der Titelfavorit Karlsruher SC. Verbessert wurde eigens das Zuschauererlebnis.
Seit dem direkten Wiederaufstieg im Sommer werfen die Spieler des DC Wolfsölden ihre Darts wieder in der 1. Steeldart-Bundesliga auf die Boards. Vier Partien sind in der Südstaffel bislang absolviert – zwei weitere kommen am Samstag hinzu. Für die Wölfe wird das ein besonderer Wettkampf sein, steht doch ein Heimspieltag auf dem Programm. Und für den hat sich der Verein etwas einfallen lassen.
Um das Zuschauererlebnis im Schützenhaus Affalterbach gegenüber den Vorjahren zu verbessern, wurden die Schießhalle neu eingerichtet, die Boards an eine gegenüberliegende Wand gehängt – und vor allem zwei Leinwände an der Decke montiert. Heißt: Die Zuschauer sind nicht mehr darauf angewiesen, von ihrem Sitzplatz das kleine Board zu erspähen. Sie können dank der Live-Übertragung auf die Leinwände in selber Blickrichtung problemlos sehen, wo die Pfeile gelandet sind.
Ein Ally-Pally-Teilnehmer ist zu Gast
„Nach den letzten Heimspieltagen kamen Zuschauer zu uns und meinten, es sei aus der Distanz schwer zu erkennen, wo die Pfeile landen“, sagt Fabian Unger, Teil des Vorstandsteams und Spieler beim DCW. Darauf scheint der Verein eine Lösung gefunden zu haben – rechtzeitig zum ersten von zwei Heimwettkampftagen in dieser Saison.
Und die Zuschauer dürfen sich für Samstag auf besondere Spiele freuen. Zunächst werfen die Wölfe um 12 Uhr gegen den unangefochtenen Spitzenreiter Karlsruher SC, der mit seinen Profispielern klarer Favorit der Südstaffel ist. Angekündigt ist beispielsweise der WM-Teilnehmer Dragutin Horvat, diesjähriger Sieger der deutschen Super League Darts. Der 47-Jährige darf dank dieses Erfolgs – sein zweiter nach 2016 – im Dezember an den bekannten wie stimmungsvollen PDC World Darts Championship im Alexandra Palace („Ally Pally“) in London teilnehmen. Ebenso wird aller Voraussicht nach der PDC-Profi Rowby-John Rodriguez aus Österreich dem Team der Karlsruher angehören.
Selbst wenn manch weiterer Topspieler beim Gegner fehlen wird, da zeitgleich ein WM-Qualifikationsturnier stattfindet, hat Aufsteiger Wolfsölden klar die Außenseiterrolle inne. „Da muss man realistisch sein. Gegen Karlsruhe rechnen wir uns nicht viel aus“, sagt Unger, der mit seinem Team auf dem vorletzten und damit auf dem ersten von zwei Abstiegsplätzen steht. Das Erlebnis dürfte in dieser Partie im Vordergrund stehen.
Knapp über dem Strich der Abstiegszone stehen die DC Hawks aus dem oberbayerischen Vilsbiburg – sie sind am Samstag um 18 Uhr der zweite Gegner der Wölfe, nachdem sich dann bereits um 15 Uhr die DC Hawks und Karlsruhe duelliert haben. Wolfsölden gegen Vilsbiburg, das ist also ein echter Abstiegskrimi zur Primetime. Hier erhofft sich das Heimteam Zählbares. Und die bisherigen Spiele zeigen trotz der Tabellensituation, dass dies realistisch ist. „Wir waren gegen starke Teams nach den Einzeln zweimal 5:3 vorne, haben dann aber einmal blöd verloren und einmal nur ein Unentschieden erreicht“, sagt Unger. Mithalten in der Liga kann der DCW also.
Bei 1:7 Punkten wäre ein Sieg gegen die Hawks (2:6) immens wichtig, um nicht den Kontakt ans Tabellenmittelfeld zu verlieren. Abzuwarten bleibt dabei, in welcher Besetzung die Hawks antreten werden. Ihren letzten Spieltag mussten sie wegen Spielermangels kurzfristig absagen.