Die Bramble-Cay-Mosaikschwanzratte wurde seit mehreren Jahren nicht mehr gesichtet. Foto: Government of Queensland, Australia

Der durch Menschen verursachte Klimawandel wird erstmals für das Aussterben einer Säugetierart verantwortlich gemacht. Die australische Bramble-Cay-Mosaikschwanzratte gilt als ausgerottet.

Sydney - Dem menschengemachten Klimawandel ist offenbar die erste Säugetier-Art zum Opfer gefallen. Das australische Umweltministerium erklärte am Dienstag die früher auf einer entlegenen Insel am Great Barrier Reef heimische Bramble-Cay-Mosaikschwanzratte (Melomys rubicola) offiziell für ausgestorben. Der rattenähnliche Nager ist seit einem Jahrzehnt nicht mehr in seinem einzigen Lebensraum, der kleinen sandigen Insel Bramble Cay im äußersten Norden Australiens, gesichtet worden. Entdeckt wurde die Art 1845. Wissenschaftler aus dem Bundesstaat Queensland gehen davon aus, dass der Nager dem durch den Klimawandel verursachten Anstieg des Meeresspiegels zum Opfer gefallen ist. Denn die auf einen Korallenriff liegende Insel wurde im vergangenen Jahrzehnt mehrfach überschwemmt. Umfassende Nachforschungen waren 2014 abgeschlossen worden, der Nager tauchte nicht wieder auf. Die Einstufung als „ausgestorben“ war daher erwartet worden.

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