Wirre Vorwürfe: AfD-Politikerin Beatrix von Storch behauptet, Angela Merkel wolle die EM abschaffen. Foto: Getty

Beatrix von Storch macht oft mit skurrilen Aussagen auf sich aufmerksam. Jetzt verteidigt sie Alexander Gauland und hetzt gegen Angela Merkel. Der Tenor: Die AfD schwenkt die Deutschlandfahne und Merkel will die EM abschaffen.

Stuttgart - Nun hat sich auch AfD-Politikerin Beatrix von Storch in die Diskussion um die beleidigende Äußerung Alexanders Gaulands eingemischt. Bei Facebook steht sie ihrem Parteikollegen Alexander Gauland bei und schreibt über Bundeskanzlerin Angela Merkel: " 'niederträchtig' ist eine Politik, die ein Land ruiniert, die den Amtseid mit Füßen tritt und der Versuch, vom eigenen Versagen abzulenken, indem Sie ein falsches Zitat ventilieren."

Zudem erhebt von Storch schwer nachvollziehbare Vorwürfe und behauptet, Merkel wolle die Fußballeuropameisterschaft abschaffen. Gleichzeitig betont sie, die AfD würde "stolz" die Deutschlandfahne schwenken, statt sie anderen "peinlich berührt" zu entreißen. Von Storch spielt damit auf die Wahlparty der CDU nach der Bundestagswahl 2013 an, bei der Merkel Hermann Gröhe eine Deutschlandfahne aus der Hand nahm.

Streit um den "niederträchtigen Satz" von AfD-Gauland

Hintergrund der Debatte ist eine fremdenfeindlich anmutende Äußerung des stellvertretenden AfD-Vorsitzenden Alexander Gauland. In einem Interview mit der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" hatte er über den Fußballnationalspieler Jérôme Boateng gesagt: „Die Leute finden ihn als Fußballspieler gut. Aber sie wollen einen Boateng nicht als Nachbarn haben."

Diese Beleidigung löste im Netz Empörung und zahlreiche Solidaritätsbekundungen zu Boateng aus. Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) verurteilte Gaulands Äußerung scharf und ließ über Regierungssprecher Steffen Seibert mitteilen: „Der Satz, der da gefallen ist, ist ein niederträchtiger und ein trauriger Satz“. Gauland behauptete später, die beleidigende Äußerung nicht gemacht zu haben. Die "FAS" widersprach diesem Vorwurf und verwies auf Aufnahmen der Journalisten, die das Interview geführt hatten. In einer Rundmail an AfD-Mitglieder rechtfertigte sich Gauland schließlich und sagte, der Satz entstamme einem Teil des Gesprächs, der nicht zur Veröffentlichung bestimmt war.

Diese Vorwürfe erhebt Beatrix von Storch bei Facebook:

Mit ihrer Äußerung zur Deutschlandfahne bezieht sich von Storch auf die Wahlparty der CDU 2013:

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