Das Dorotheen-Quartier wächst in die Höhe – im Frühjahr 2017 soll am Karlsplatz Eröffnung sein Foto: Lichtgut/Leif Piechowski

Breuninger errichtet am Karlsplatz für 200 Millionen Euro Neubauten. An diesem Donnerstag sollen die neuen Mieter vorgestellt werden. Der Ansturm ist enorm: Sowohl für die Gewerbeflächen als auch die 20 Luxuswohnungen gibt es eine dreistellige Bewerberzahl.

Stuttgart - Breuninger stellt an diesem Donnerstag die Mieter für sein Neubauprojekt Dorotheen-Quartier vor. Das Stuttgarter Handelsunternehmen, das 200 Millionen Euro in das Vorhaben am Karlsplatz steckt, spricht dabei selbstbewusst von der „lebendigen neuen Stadtmitte“.

Offenbar sehen das viele Geschäftsleute ähnlich: „Für die 11 000 Quadratmeter Handels- und Gastronomieflächen hatten wir eine dreistellige Zahl von Bewerbern“, sagte Unternehmenssprecher Christian Witt unserer Zeitung. Und das, obwohl man dafür noch nicht einmal offiziell geworben habe. So seien einige mögliche Mieter direkt angesprochen worden, viele andere hätten sich aber auf eigene Initiative beworben.

Durchgesickert ist bisher lediglich die Buchkette Hugendubel als neuer Mieter. Viele andere, die gerne eingezogen wären, gehen dagegen leer aus. Unter ihnen macht sich zum Teil Ärger breit. „Wir haben nach Rücksprache 1800 Euro, viel Zeit und Mühe in ein Konzept gesteckt, nur um dann nach mehreren Monaten unter der Hand zu erfahren, dass die gewünschten Nutzer ohnehin längst feststehen“, sagt ein Stuttgarter Unternehmer, der sich für eine Fläche im neuen Quartier beworben hatte. Er und so mancher Kollege fühlten sich deshalb an der Nase herumgeführt.

Ärger bei manchem Bewerber

Witt weist das zurück: „Es hat keine offizielle Ausschreibung gegeben. Wir haben aus allen Anfragen diejenigen ausgewählt, die am besten in unser Konzept gepasst haben.“ Wie viel Aufwand einzelne Bewerber dabei treiben, sei ihnen selbst überlassen.

Der Ansturm ist aber nicht nur auf die Gewerbeflächen groß. Bei den 20 geplanten Luxus-Mietwohnungen sieht es ganz ähnlich aus. „Auch dort haben wir bereits eine dreistellige Bewerberzahl, obwohl die Wohnungen noch nicht einmal angeboten werden“, sagt Witt. Bezugsfertig soll alles im Frühjahr 2017 sein.

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