Läuft nicht immer reibungslos: Der Bahn-Nahverkehr. Foto: Marijan Murat/dpa

Geht es nach Verkehrsminister Winfried Hermann sollen Fahrgäste im Bahn-Nahverkehr bei Verspätungen oder Zugausfällen einen finanziellen Ausgleich erhalten.

Stuttgart - Verkehrsminister Winfried Hermann (Grüne) denkt angesichts der Probleme im Schienennahverkehr im Südwesten über Entschädigungen für betroffene Fahrgäste nach. Sie sollen bei Verspätungen oder Zugausfällen einen finanziellen Ausgleich erhalten. „Ich werde mich dafür einsetzen, dass eine solche Regelung Gestalt annimmt“, teilte der Minister am Freitag mit. Man müsse darüber sprechen, welche Möglichkeiten es dafür gebe.

Nach dem Einstieg der privaten Anbieter Go-Ahead und Abellio im Stuttgarter Schienennahverkehr kam es immer wieder zu Verspätungen und Zugausfällen. Aber auch bei der DB Regio häuften sich laut Mitteilung zuletzt Probleme.

Minister sieht Hersteller der Züge in der Verantwortung

Einen Großteil der Verantwortung sieht Hermann bei Bombardier und Stadler, den Herstellern der Züge, die zu spät geliefert worden und zudem störanfällig seien: „Wir sind der Auffassung, dass die Hersteller der Fahrzeuge letztlich für die Folgen ihrer Schlechtleistungen finanziell haften müssen.“ Allerdings komme es auch immer wieder zu Problemen, weil im aktuellen Betrieb zu wenig Personal für die Züge zur Verfügung stehe.

Vertreter der drei Anbieter DB Regio, Abellio und Go-Ahead verwiesen in der Mitteilung neben den technischen Mängeln auch auf außergewöhnlich hohe Krankenstände und Probleme mit der Infrastruktur. Vom Hersteller Stadler hieß es, man arbeite an einer schnellen Lösung der Probleme an den Fahrzeugen.

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