S-21-Kostenprognose: Bahn-Chef Rüdiger Grube fordert bessere Kommunikation und mehr Transparenz Foto: dpa

An seinem 65. Geburtstag denkt Rüdiger Grube nicht an Ruhestand. Beim Milliardenprojekt Stuttgart 21 drohen die Kosten nochmals zu steigen, doch der Bahn-Chef hält die angeblichen Prognosen des Bundesrechnungshofs für nicht nachvollziehbar.

Stuttgart - Bahn-Chef Rüdiger Grube hat eingeräumt, dass es neue Kostenrisiken für den Stuttgarter Bahnknoten gibt. Der Konzern habe dafür aber „Vorsorgepositionen im Finanzierungsrahmen“, sagte Grube den Stuttgarter Nachrichten. „Aber ich sage klipp und klar: Selbst wenn alle neuen Kostenrisiken eintreffen würden, bliebe das Projekt innerhalb des Finanzierungsrahmens von 6,526 Milliarden Euro“, so Grube weiter. Angebliche Prognosen des Bundesrechnungshofs zu Stuttgart 21, in denen von bis zu zehn Milliarden Euro die Rede ist, sind der Bahn nach Angaben Grubes nicht bekannt. Sie seien auch nach „unserer jüngsten, umfassenden Bestandsaufnahme des Projekts absolut nicht nachvollziehbar“.

Der Bahn-Chef kritisierte den Rechnungshof scharf. Obwohl sich die Bahn intensiv um den Bericht bemüht habe, weigere sich die Behörde, den Konzern über ihre Zahlen zu informieren. „Hier ist noch viel Raum für eine bessere Kommunikation und Transparenz“, betonte Grube.

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