So vorbildlich wie hier klappt es mit der Rettungsgasse auf deutschen Autobahnen nur selten. Foto: dpa/Peter Steffen

Die Polizei in Baden-Württemberg will die Bildung von Rettungsgassen stärker kontrollieren. Dazu soll künftig ein Spezialfahrzeug eingesetzt werden.

Pforzheim - Die Polizei in Baden-Württemberg weitet ihre Kontrollen zur Bildung von Rettungsgassen aus. Anlass sei das vielerorts zu beobachtende Fehlverhalten von Autofahrern, sagte ein Sprecher des Polizeipräsidiums Pforzheim am Donnerstag. Zur Überwachung des Verkehrs auf Autobahnen setze die Polizei nun auch ein Sonderfahrzeug mit Spezialkameras ein. Mit ihm könnten die Beamten gut dokumentieren, wer im Stau mit seinem Fahrzeug keine Rettungsgasse bilde und damit gegen die Straßenverkehrsordnung verstoße. Auch Schaulustige an Unfallorten könnten mit den Spezialkameras ins Visier genommen und dann bestraft werden.

Bußgelder wurden verschärft

Stocke der Verkehr auf mehrspurigen Straßen, müsse zwischen den Fahrbahnen stets eine Lücke gebildet werden, sagte der Sprecher. Diese Regel werde jedoch häufig ignoriert. Dies erschwere Polizei und Rettungskräften im Notfall das Durchkommen. Die Polizei im Südwesten habe sich daher dazu entschlossen, die Kontrollen noch einmal auszuweiten. Autofahrer sollten so sensibilisiert werden.

2017 waren die Strafen für Autofahrer, die keine Rettungsgasse bilden, verschärft worden. Es drohen laut dem Innenministerium in Stuttgart nun Bußgelder von 200 Euro bis 320 Euro sowie zwei Punkte in der Verkehrssünderdatei in Flensburg. Zudem ist den Angaben zufolge ein Monat Fahrverbot möglich, wenn Retter behindert oder gefährdet werden.

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