Die Vereinsführung weist Verbindungen in kriminell-extremistische Strukturen zurück. (Symbolbild) Foto: dpa

Nach Angaben des Innenministeriums waren zwei baden-württembergische Polizisten vorübergehend Mitglieder des umstrittenen Vereins Uniter. Erst kürzlich wurde bekannt, dass auch ein Mitarbeiter des Verfassungsschutzes im Südwesten im Uniter-Vorstand aktiv war.

Stuttgart - Zwei baden-württembergische Polizisten waren nach Angaben des Innenministeriums vorübergehend Mitglieder des umstrittenen Vereins Uniter. Das geht aus Antworten auf eine Anfrage des Grünen-Landtagsabgeordneten Alexander Maier hervor, die das Innenministerium der Deutschen Presse-Agentur bestätigte. Einzelheiten über die Aktivitäten der Beamten in dem Verein wurden in der Antwort nicht erläutert. Das Innenministerium wollte sich zu Details nicht äußern. Der „Spiegel“ hatte zuerst darüber berichtet.

Vereinsführung weist Vorwürfe zurück

Maier sagte in Stuttgart: „Wenn Mitglieder von Polizei, Bundeswehr und Geheimdienst bei einem möglicherweise rechtsextremen Netzwerk mitmischen, bereitet uns das große Sorgen.“ Es sei gut, dass das Innenministerium den Verbindungen einzelner Mitglieder des Vereins Uniter mit Landesbehörden nun auf den Grund gehe. Erst kürzlich wurde bekannt, dass auch ein Mitarbeiter des Verfassungsschutzes im Südwesten im Uniter-Vorstand aktiv war. Er ist nun nicht mehr bei der Behörde tätig. Er wurde versetzt.

Uniter e.V. wurde nach eigenen Angaben aus Netzwerken für Kommandoeinheiten der Bundeswehr und Polizei gegründet. Die Vereinsführung weist Verbindungen in kriminell-extremistische Strukturen zurück.

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