Eine ausgebrannte Flammstrahlbombe (Archivbild) Foto: Achim Zweygarth

Ein Handwerker findet einen seltsamen Gegenstand bei Dacharbeiten. Er wendet sich an die Polizei. Dabei verursacht er unbeabsichtigt Aufregung im Revier an der Martin-Luther-Straße.

Stuttgart - Auf einem Polizeirevier erlebt man viel, was die Beamtinnen und Beamten nicht so schnell aus der Ruhe bringen darf. Wenn sie am Montagabend nervös geworden wären, wäre das allerdings nachvollziehbar gewesen. Ein Handwerker kam mit einem Fund vom Dachboden vorbei und dieses Objekt war im wahrsten Wortsinne brandgefährlich.

Der Finder bringt die Bombe zum Polizeirevier

Der Dachdecker hatte beim Arbeiten in einem Haus an der Fraasstraße ein Überbleibsel aus dem Zweiten Weltkrieg entdeckt. Der etwa 30 Zentimeter lange Gegenstand, der aussah wie ein verrostetes Rohr, kam ihm verdächtig vor, und er hatte den richtigen Riecher: Der 27-Jährige hielt das Rohr für einen Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg. Also informierte er die Polizei.

Er lud das Objekt in seinen Kofferraum und fuhr damit zum Revier an der Martin-Luther-Straße. Dort meldete er den Fund. Die Beamten erschraken, als sie hörten, dass er die Bombe im Auto liegen hatte – und verständigten sofort den Kampfmittelbeseitigungsdienst. Die Experten konnten das verdächtige Rohr als eine Flammstrahlbombe britischer Herkunft identifizieren. Sie sicherten die Bombe, die in der Tat nach all den Jahren noch scharf war, und brachten sie zum Lager des Kampfmittelbeseitigungsdienstes im Wald bei Böblingen. Dort soll sie nun unschädlich gemacht und vernichtet werden.

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