Nach dem Einsatz musste die Ausrüstung gereinigt werden. Foto: 7aktuell.de/Simon Adomat

Auch wenn es sich um Kühlgas gehandelt hat: Ein Großeinsatz im Rems-Murr-Kreis hat Rettungskräfte am Donnerstagabend mächtig ins Schwitzen gebracht. In Schutzausrüstung mussten Feuerwehrleute in die kontaminierten Räume vordringen.

Backnang - Auch wenn es sich um Kühlgas gehandelt hat: Ein Großeinsatz in Backnang (Rems-Murr-Kreis) hat am Donnerstag gegen 21 Uhr die Feuerwehr gehörig ins Schwitzen gebracht. In der Backwarenfabrik Mildenberger in der Manfred-von-Ardenne-Allee war an einem Kühlkompressor ein gasförmiges Kältemittel ausgetreten. Dieses hatte die Brandmelder ausgelöst – die Feuerwehr rückte mit 20 und der Rettungsdienst mit acht Fahrzeugen an. Rund 90 Einsatzkräfte waren vor Ort.

„Es gibt schönere Formen der Abkühlung“, sagt ein Sprecher der Feuerwehr Backnang. Zumal sich einige Rettungskräfte in spezielle Schutzausrüstung hüllen mussten, um in die mit dem Gas kontaminierten Räume vorzudringen. Giftig sei das Mittel nicht gewesen. „Aber es verdängte den Luftsauerstoff, und anfangs wussten wir auch noch nicht genau, wie das Gas wirkt.“ Die Rettungskräfte mussten daher mit größter Vorsicht vorgehen. Das Gebiet wurde im Umkreis von 100 Metern abgesperrt.

Darum mussten die Feuerwehrleute ihre Anzüge dekontaminieren:

Auf Fotos ist zu sehen, wie die Wehrleute in Schutzausrüstung sich in einem Spezialzelt reinigen lassen. „Auch das war eine reine Vorsichtsmaßnahme, wir wollen ausschließen, dass sich Reste des Mittels an unseren Anzügen befinden“, so der Sprecher. Die Feuerwehr konnte die mit Gas kontaminierten Räume belüften. Techniker behoben die Ursache des Gasaustritts schließlich. Personen kamen laut der Polizei nicht zu Schaden.

Der Einsatz band die Kräfte der eingesetzten Feuerwehren erheblich: Er dauerte bis nach ein Uhr morgens. „Bis unsere Einsatzbereitschaft wiederhergestellt war, war es kurz vor drei Uhr“, sagt der Sprecher.

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