Treibt den Mobilitätswandel voran: Bosch-Chef Volkmar Denner Foto: dpa

Bosch gibt rund ums Auto kräftig Gas. Der Umsatz der Mobilitätssparte, die mit 60 Prozent den größten Brocken zum Konzernumsatz beisteuert, wächst 2017 um rund sieben Prozent.

Stuttgart/Frankfurt - Bosch treibt den Mobilitätswandel kräftig voran. Mit Lösungen für den Straßenverkehr von morgen wächst der Stuttgarter Technologiekonzern bereits heute doppelt so schnell wie der Markt. „Unser Geschäft mit der Automobilindustrie legt weiter zu und bleibt stark – eine gute Basis, um uns für die Mobilität der Zukunft aufzustellen“, sagt Bosch-Chef Volkmar Denner im Vorfeld der Internationalen Automobilausstellung (IAA), die am 14. September ihre Tore für Fachbesucher öffnet. 2017 steigt der Umsatz mit der Autoindustrie (Unternehmensbereich Mobility Solutions) um voraussichtlich sieben Prozent auf rund 47 Milliarden Euro. Zum Vergleich: Im selben Zeitraum steigt die weltweite Fahrzeugproduktion um 2,8 Prozent.

Zwei Milliarden Umsatz mit automatisiertem Fahren

Gut läuft vor allem das Geschäft mit Fahrerassistenzsystemen, die als Vorstufe für das automatisierte Fahren gelten. Hier wächst der Markt um 25 Prozent und Bosch noch stärker. Bereits 2019 will Bosch damit zwei Milliarden Euro Umsatz machen. Bis Ende des Jahres soll die Zahl der Mitarbeiter in Forschung und Entwicklung um fast zehn Prozent auf 48 000 steigen. Es gehe nicht nur darum, bessere Autos zu bauen, sagt Denner. „Wir müssen die Mobilität neu denken.“ Damit meint er Themen rund um Automatisierung, Elektrifizierung und Vernetzung – die sieht er als technische Pfade hin zur „unfallfreien, stressfreien und emissionsfreien Mobilität“.

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