250 Fahrkartenautomaten wurden im vergangenen Jahr gesprengt. Foto: dpa

Ein erfolgreicher Automatenaufbruch am Wochenende kostet die Bahn viel Geld für das Ersatzgerät. Sie setzt auf technische Möglichkeiten, um das Geld für die Täter unbrauchbar zu machen.

Stuttgart - Am Donnerstag ersetzt die Deutsche Bahn an der S-Bahnhaltestelle Sommerrain den Fahrscheinautomaten, den Diebe am Wochenende in die Luft gejagt hatten. Das teilte das Unternehmen auf Anfrage mit. Ein Ersatz schlage für die Bahn mit rund 30 000 Euro zu Buche. Im Kampf gegen Automatenknacker wolle man fortan auf technische Neuerungen setzen, um den Kriminellen einen Strich durch die Rechnung zu machen.

Der Automat war am Wochenende mit einem Böller geknackt worden. Anwohner hörten den Knall und verständigten die Polizei, die den geöffneten Automaten vorfand, aus dem die Diebe den Geldbehälter entfernt hatten. Wie viel Geld darin war, dazu sagt die Bahn mit Rücksicht auf die Ermittlungen der Polizei nichts.

Farbpatronen machen Geld unbrauchbar

Die Automaten sollen so ausgestattet werden, damit die Kriminellen nicht mehr auf Beute hoffen können. Zu diesem Zwecke lasse die Bahn Farbpatronen in den Geräten anbringen. Diese sollen bei Erschütterungen explodieren und die Geldscheine mit einer nicht ablösbaren Farbe durchtränken. Das erbeutete Geld ist für die Täter dann wertlos.

250 mal haben Täter im vergangenen Jahr versucht, Automaten an Bahnhöfen zu knacken, teilt die Deutsche Bahn mit. Das sei nur noch die Hälfte der Taten, die 2017 registriert worden waren. In 30 Fällen gelang es den Tätern tatsächlich, die Automaten so zu sprengen, dass sie diese öffnen konnten. Geld erbeuteten sie allerdings nur in elf Fällen. Bei den anderen 19 Taten waren bereits besagte Farbpatronen eingesetzt, die Täter ließen deswegen das nicht mehr zu verwendende Geld zurück. Aufgrund vieler Kunden, die mit Karten bezahlen und der häufigen Leerungen sei ohnehin meist nicht viel Geld in den Geräten.

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