Der sächsische Innenminister Markus Ulbig gibt an, keine näheren Informationen zu dem Fall zu haben. Foto: dpa

Das Auswärtige Amt prüft noch immer, ob unter den im Irak festgenommenen IS-Kämpferinnen auch ein 16-jähriges Mädchen aus Sachsen ist.

Berlin/Leipzig - Im Auswärtigen Amt und bei den sächsischen Behörden herrscht noch immer Unklarheit darüber, ob sich unter den im Irak festgenommenen IS-Kämpferinnen ein 16-jähriges Mädchen aus Sachsen befindet. „Selbstverständlich bemühen wir uns unter Hochdruck darum, das aufzuklären“, sagte ein Sprecher des Auswärtigen Amts am Mittwoch in Berlin. Falls es in Mossul tatsächlich Frauen mit deutscher Staatsangehörigkeit gebe, habe das Ministerium zumindest noch keinen Kontakt mit ihnen gehabt, sagte er.

Der sächsische Innenminister Markus Ulbig (CDU) betonte, auch sein Haus habe keine näheren Informationen. „Die Behörden sind noch dabei, den Abgleich vorzunehmen.“ Experten im Landeskriminalamt prüfen Fotos aus polizeilicher Quelle, die die Jugendliche zeigen sollen, wie ein Sprecher erklärte.

Irakische Sicherheitskräfte hatten in der vergangenen Woche in Mossul nach eigenen Angaben 20 Dschihadistinnen festgenommen, darunter fünf Deutsche. Ein Offizier der irakischen Anti-Terror-Einheiten sagte der Deutschen Presse-Agentur, alle festgenommenen Frauen seien älter als 30 Jahre. Medien hatten unter Berufung auf Sicherheitskreise berichtet, es gebe es Hinweise, wonach eine der Festgenommenen eine 16-Jährige aus Pulsnitz bei Dresden sein könnte.

Hat Ihnen der Artikel gefallen? Jetzt teilen: